Nachruf
Fasnacht, FCL-Match, Parteiversammlung: Fotograf Beat Blättler konnte alles nach Hause bringen

Beat Blättler war langjähriger Fotograf der «Luzerner Neusten Nachrichten» und später der «Luzerner Zeitung». Nun ist er im Alter von 76 Jahren verstorben.

Merken
Drucken
Teilen
Beat Blättler.

Beat Blättler.

Bild: PD

(tbu.) Die Initialen sind vielleicht in der Filmgeschichte noch etwas legendärer, aber die beiden Buchstaben BB sind zumindest in der Zentralschweizer Pressefotografie auch ein unvergessliches Markenzeichen: Sie stehen für präzise, scharfe, feinfühlige und ausdrucksstarke Bilder, insbesondere aus der Sportszene. BB – das war Beat Blättler.

Von seinen Journalistenkollegen liebevoll und neckisch «Linse» genannt, war Blättler Fotograf der «Luzerner Neusten Nachrichten» und danach der «Luzerner Zeitung». Einst selbst auf hohem Schweizer Niveau Radrennsportler, wechselte er in der Folge hinter die Kamera. Er war ein klassischer rasender Reporter, der zu jeder Tages- und Nachtzeit nach seiner Fotoausrüstung griff und losfuhr, nämlich dorthin, wo etwas passiert war.

Manch einer mochte staunen, wenn er die Zeitung in die Hände nahm und unter fünf, sechs, sieben Bildern den Namen Beat Blätter las: BB konnte an einem Wochenende die Parteiversammlung, den FCL-Match, die Feuersbrunst auf dem Bauernhof, das Volleyballspiel, die Fasnacht auf dem Lande, den Autounfall und den Curlingwettkampf «heimbringen», das heisst, auf der Redaktion präsentieren. Er vermochte mit einem Augenzwinkern das Eis zwischen Fotografiertem und Fotograf zu brechen, konnte einem Promi aber durchaus auch mal zu verstehen geben, dass er im Weg stehe und nicht auf sein Bild gehöre.

BB, klar, Blende und Belichtung stimmten sowieso, hatte immer das passende Sujet und Motiv auf dem Filmstreifen, hatte das Auge für das träfe Zeitungsbild. Beat Blättler ist am Valentinstag nach längerer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben.