Zwei Aussetzer besiegeln die Niederlage des SC Kriens

Der SC Kriens verliert in der Challenge League gegen Spitzenreiter Lausanne mit 0:2 (0:1).

Turi Bucher
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Lausanne behält im Nebel den Durchblick: Alexandre Pasche (links) schirmt den Ball vor Burim Kukeli ab.

Lausanne behält im Nebel den Durchblick: Alexandre Pasche (links) schirmt den Ball vor Burim Kukeli ab.

Laurent Gillieron/Keystone (Lausanne, 2. Februar 2020)

Kriens kehrt ohne Punkte aus dem Westen zurück: Gegen Challenge-League-Leader und Super-League-Kandidat Lausanne war nichts Zählbares zu holen, weil der SCK in der Defensive und in einem Zweikampf einen Aussetzer hatte.

Der Reihe nach. Kriens hätte nämlich nach zwei Minuten in Führung gehen können. Nach einer Balleroberung am Lausanne-Strafraum spielte Nico Siegrist retour auf Daniel Follonier, doch der zielte aus rund zehn Metern mit dem schwächeren, rechten Fuss zu hoch, schoss darüber.

Nach diesem verschossenen «Penalty» hatten die Krienser aber ein Blackout in der Abwehr. Der Tabellenleader kam in der 13. Minute ziemlich billig zum 1:0. Nach einem Corner von Christian Schneuwly konnte Noah Loosli aus fünf Metern völlig alleinstehend zum Kopfball ansetzen und skoren. Mehrere Krienser standen in der Nähe – die Verteidigungsarbeit war miserabel. «Wir wussten an Hand der Statistik, dass Lausanne mit Eckbällen erfolgreich sein kann. Dass wir in dieser Szene den Lausanne-Torschützen zu wenig gestört haben, ist ärgerlich», sagte Kriens-Trainer Bruno Berner später.

Lausanne blieb die spielbestimmende Mannschaft, hatte mit einem Ablenker (22.) und einem Kopfball (25.) durch Aldin Turkes zwei weitere Möglichkeiten. In der 26. Minute war eine Glanzparade von Kriens-Torhüter Sebastian Osigwe nötig, damit der Schuss von Ex-Luzern-Spieler João Oliveira nicht im Netz landete.

Nach der Pause keine Kriens-Torchance mehr

Ab der 40. Minute musste die Gastmannschaft aus Kriens in Unterzahl spielen: Nikola Mijatovic wurde nach einem Zweikampf mit Nikola Boranijasevic vom Platz gestellt. Beide rannten ins Tackling, Mijatovic kam im Kampf um den Ball am Boden einen Bruchteil zu spät traf seinen Kontrahenten, so dass der Schiedsrichter dies als Foulattacke interpretierte.

Die Entscheidung in dieser Partie führte der nach rund einer Stunde eingewechselte Anthony Koura herbei: Der Nationalspieler von Burkina Faso konnte nach einem Lausanne-Konter in der 74. Minute links beim Kriens-Tor zum 2:0 einschieben. «Wir haben davor noch auf einen Lucky Punch gehofft», erklärte Berner, «aber wir haben keinen Ball mehr aufs Lausanne-Tor gebracht.» Und trotzdem kehrt Kriens «erhobenen Hauptes», so Berner, von dieser Partie, die wegen starken Nebels mit einer halben Stunde Verspätung begonnen hatte, zurück.

Lausanne – Kriens 2:0 (1:0) Pontaise. – 2206 Zuschauer. – SR Gianforte. Tore: 13. Loosli 1:0. 74. Koura 2:0. Lausanne: Castella; Boranijasevic, Loosli, Monteiro, Flo; Kukuruzovic; Pasche (62. Koura), Schneuwly (84. Lukembila); Oliveira (71. Dominguez), Turkes, Zeqiri (78. Barès). Kriens: Osigwe; Fäh, Elvedi, Berisha; Costa, Wiget, Kukeli (79. Yesilçayir), Mijatovic; Follonier (59. Ulrich), Dzonlagic; Siegrist (76. Abubakar). Bemerkungen: Lausanne ohne Geissmann (gesperrt), Cabral Puertas, Schmidt (alle verletzt) und Ouattara (krank). Kriens ohne Sadrijaj (gesperrt), Bürgisser und Fanger (beide verletzt). Platzverweis: 40. Mijatovic (grobes Foul). Verwarnung: 52. Pasche.

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