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Zwischenbilanz zur Ski-WM: Dank Corinne Suter ist die Schweiz auf Kurs

Drei Schweizer Medaillen bei den Weltmeisterschaften in Åre nach sechs Rennen – Swiss Ski ist im Fahrplan. Doch die Schweizer Männer zittern vor einem Nuller.
Martin Probst, Åre
Silber in der Abfahrt, Bronze im Super-G: Die Schwyzerin Corinne Suter schaut auf eine perfekte WM zurück.Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Åre, 10. Februar 2019)

Silber in der Abfahrt, Bronze im Super-G: Die Schwyzerin Corinne Suter schaut auf eine perfekte WM zurück.Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Åre, 10. Februar 2019)

Schichtwechsel in Åre. Während WM-Heldin Corinne Suter bereits zurück in der Schweiz ist, beginnen in Schweden die Festtage der Stangenakrobaten. Frankreichs Slalom-Supertalent Clément Noël läuft mit zwei Einkaufstaschen zurück in seine Wohnung. Sein Teamkollege Julien Lizeroux schleppt Wasserflaschen. Auch das ist Skisport. Hier gibt es keine Starallüren, hier packt jeder mit an.

Die zweite Woche der Weltmeisterschaften gehört den Technikerinnen und Technikern. Die schnellen Frauen und Männer sind weg. Es ist Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Der Schweizer Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor darf zufrieden sein. Drei WM-Medaillen holte sein Team in der ersten WM-Woche. Das ist sogar besser als erhofft. Die Medaille von Wendy Holdener in der Kombination war budgetiert und sie sorgte mit Gold gleich für die Maximalausbeute. Das gibt der 25-jährigen Schwyzerin viel Ruhe für den Slalom am Samstag, in dem sie ebenfalls zu den Favoritinnen zählen wird.

Am Dienstag fährt Holdener mit Ramon Zenhäusern, Daniel Yule und Aline Danioth im Teamevent. Holdener und Zenhäusern sorgten vor einem Jahr an den Olympischen Spielen in Südkorea dafür, dass die Schweizer Equipe Gold gewann.

Nicht unbedingt im Budget von Swiss Ski waren zwei Medaillen von Corinne Suter. Ihr Können war bekannt, klar. Im Weltcup hat die 24-jährige Schwyzerin seit Jahren immer wieder gute Leistungen gezeigt und im Januar vor allem in den Abfahrten mit zwei vierten Rängen brilliert. Nur: Auf dem Podest stand sie im Weltcup nie. Dass ihr nun ausgerechnet an der WM der letzte Schritt an die Spitze gelang, ist vor allem eines: sehr verdient.

Es droht ein Nuller

Lara Gut-Behrami war in den Speedevents zweimal die beste Schweizerin hinter Corinne Suter. Rang acht in der Abfahrt war, gemessen an ihren Saisonleistungen, okay. Im Super-G, in dem sie in diesem Winter zweimal auf dem Podest stand, war Rang neun eine Enttäuschung.

Während Frauen-Chef Tschuor dank Corinne Suter und Wendy Holdener zufrieden zurückblicken darf, erlebte Cheftrainer Tom Stauffer mit den Männern keine gute Woche. In drei Rennen gab es keine Medaille. Zur Erinnerung: 2017 in St. Moritz hatte sein Team nach drei Rennen zweimal Gold durch Beat Feuz in der Abfahrt und Luca Aerni in der Kombination und einmal Bronze durch Mauro Caviezel in der Kombination gewonnen.

In Åre zeigte sich eindrücklich, wie gross die Lücke im Speedbereich hinter Feuz ist. Wenn er die Medaillen verpasst, sieht es nicht gut aus. Caviezels Resultat in der Abfahrt (9.) war okay, mehr aber nicht. Der Rest der Speedmannschaft enttäuschte mit Ausnahme von Marco Odermatt als 12. im Super-G schwer. So kommt es nun zu der speziellen Situation, dass die Techniker, die jahrelang als Sorgenkinder galten, Swiss Ski auf der Männerseite vor einem Nuller retten müssen.

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