Männerchor Chutz 4513 Langendorf

Das Reisen ist des Sängers Lust: Der Männerchor Chutz in den Freibergen

Kurt Wälchli
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Die Reise des Männerchors Chutz nach Bellelay-Montfacon stand - neben der Geschichte rund um den Käse der Region - im Zeichen landschaftlicher Idylle, erstklassiger kulinarischer Genüsse, Geselligkeit und Pflege des gesanglichen Liedergutes.

Die Besichtigung des „Maison de la Tête de Moine“ bildete einen ersten Höhepunkt auf der Reise in die Freiberge. Unter charmanter weiblicher Führung konnte die Entstehung des mittlerweile weltbekannten Tête de Moine, mit Einbezug der Entwicklung der landschaftlichen Techniken, verfolgt werden.

Einen Katzensprung vom Museum entfernt, bot die (entweihte) Kirche des Klosters von Bellelay Gelegenheit, die Akustik in den vormals „heiligen Hallen“ mit dem Kanon „Dona nobis Pacem“ auszukosten.

Nicht nur das Reisen, auch ein auserlesenes Essen ist des Sängers Lust. Die Bewirtung im „Restaurant Voyageurs“ in Montfacon liess diesbezüglich keine Wünsche offen. Zur Freude der französisch sprechenden Gastronomen erklangen zum musikalischen Apéro „Le vieux Chalet“und „Mes Amis“.

Ein Blick nach draussen (zwischen zwei Gabeln der weltbesten Rösti) verriet keine Geheimnisse: dunkel und unheildrohend zeigte sich der Himmel von seiner düstersten Seite. Und bald schon prasselte der Regen erbarmungslos auf die Sonnenterrasse der Herberge. Aber sowas kann doch einen Sänger nicht erschüttern! Beseelt vom Geist des genossenen Weines, erklangen nach der hausgemachten Nachspeise aus lockeren Männerkehlen (unter der bewährten Leitung von Doris Däster) verschiedene Ohrwürmer aus dem Repertoire. Die Dirigentin quittierte den Gesang mit einem verständnisvollen Augenzwinkern.

Eine Regenpause lockte einige guttrainierte Bewegungshungrige auf einen flotten Marsch rund um den „Etang de la Gruère“, und so kamen auch die fitnessbewussten Chormitglieder auf ihre Rechnung.

Beim Abschied auf dem Dorfplatz war man sich einig: „Dieser Tag war seine Reise wert“.