UHC Tigersharks Kulm

Die Tigersharks bleiben auf St. Galler Boden erfolglos

Matthias Amstutz
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Nach einer schwachen Vorstellung gegen Kantonsrivale Merenschwand rappelten sich die Unterkulmer gegen Cazis auf, gingen aber in beiden Spieler als Verlierer vom Platz.

UHC Tigersharks Kulm 3-4 Ramba Zamba Merenschwand

Die Ausgangslage war vor dem Spiel klar – verlieren verboten. Doch die Tigersharks starteten nervös ins Spiel und verloren oft im Aufbau den Ball und liessen in der Folge dem Gegner zu viel Platz. Nach acht Minuten lagen die Wynentaler im Derby bereits 0-3 zurück. Trainer Geiser nahm seine Auszeit und rüttelte seine Mannen wach. Das Time-Out zeigte seine Wirkung und Severin Mahni konnte auf 1-3 verkürzen. Wenig später erhielten die Unterkulmer die Möglichkeit den Rückstand in Überzahl weiter zu reduzieren. Doch das Powerplay war harmlos und Merenschwand hatte sogar drei Möglichkeiten die 3-Tore-Führung wieder herzustellen, doch Torhüter Amstutz war auf seinem Posten und hielt sein Team im Spiel. Gegen Ende der ersten Halbzeit gab es ein hin und her, doch Tore blieben aus.

In der Pausenansprache forderte Trainer Geiser mehr Kampfgeist und mehr Emotionen. Doch die geforderten Punkte blieben auf dem Feld weiter aus und Merenschwand stellte den drei Tore Vorsprung dank einem Geschenk der Tigersharks wieder her. Erst in der 32. Spielminute tankte sich Timo Galliker durch und traff zum 2-4. Fünf Minuten vor dem Ende verkürzten die Tigersharks sogar auf 3-4. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Wynentaler oft den Ball in Ihren Reihen, machten mächtig Druck vor dem gegnerischen Tor, trotzdem reichte es nicht mehr zum Ausgleich. Denn die Reaktion der Kulmer kam schlicht und einfach zu spät.

UHC Tigersharks Kulm 5-7 Blau-Gelb Cazis

Gegen den aktuellen Leader Cazis starteten die Tigersharks in die Rückrunde. Im Hinspiel gab es für die Unterkulmer eine knappe Niederlage. Doch damals traten die Bündner mit einem dezimierten Kader an. Im Rückspiel trat der Leader bis auf zwei Spieler komplett an und legte Los wie die Feuerwehr. Doch die Tigersharks waren verglichen zum ersten schwachen Spiel nicht mehr wiederzuerkennen und blockten die Abschlüsse des Gegners. Ein Fehler im Aargauer Aufbau gab ein zwei gegen Null für die Bündner, was Cazis zum 0-1 ausnützte. Doch die Unterkulmer liessen den Kopf nicht hängen und gaben wenig später die Antwort mit dem 1-1 Ausgleich. In der 15. Minute ging der Cazis wieder in Führung. Doch der Masken-Mann Manuel Wyss brachte die Wynentaler 20 Sekunden vor der Pausensirene wieder zurück ins Spiel.

Nach dem Seitenwechsel waren die Tigersharks nicht bereit und kassierten rasch den dritten Treffer. Cazis drückte weiter, doch der letzte Bündner Spieler verlor im Aufbau den Ball und Reto Müller schloss den Konter eiskalt zum 3-3 ab. Die Unterkulmer traten weiter selbstsicher auf. Mit einem platzierten Distanzschuss durch Andrin Döbeli gingen die Aargauer zum ersten Mal in Führung. Wenig später agierte Cazis nach einer dummen Kulmer Strafe in Überzahl. Lange konnte das Kulmer Boxplay sich gegen den Ausgleich wehren, bis kurz vor dem Ablauf der Strafe ein Abpraller des Kulmer Torhüter im Netz landete. Cazis powerte in der Schlussphase weiter. Ein Bündner Doppelschlag brachte erstmals eine zwei Tore-Führung. Die Tigersharks mussten nun ihre Defensiv-Box öffnen. Cazis erhielt dadurch weitere Konter Möglichkeiten, bei denen sie eine zum 4-7 ausnützen konnten. Die letzten drei Minuten hatten es dann in sich. Zuerst übersah der Schiedsrichter ein Nachschlagen der Bündner am Kulmer Torhüter. Wenig später schickte der Unparteiische Yanik Hochuli für fünf Minuten auf die Starfbank, weil er unglücklich den Gegner am Kopf getroffen hatte. Die Aufholjagd war somit gelaufen. Die Cazner setzen in den letzten zwei Minuten zur Kür an und hatten mehrere Möglichkeiten das Spiel zu einem Kantersieg zu drehen. Doch mit der Wut im Bauch machte der Kulmer Schlussmann alle Abschlüsse zu Nichte. Immerhin gelang Renzo Orlando noch das 5-7.

Fazit: Nach den zwei Niederlagen befinden sich die Tigersharks im Abstiegskampf. Der St. Galler-Boden brachte den Aargauer keine Punkte. Das Positive für die Kulmer ist, dass sie nicht mehr in die Ostschweiz reisen müssen. Trotzdem wird die letzte Runde im 2016 auch auf Aargauer Boden nicht einfacher. Um 9.00 Uhr spielen die Aargauer gegen Gossau und danach haben die Wynentaler gegen Ramba Zamba Merenschwand die Möglichkeit sich für die Niederlage zu revanchieren.

Aufstellung:

Torhüter: M. Amstutz, F. Friedli

Spieler: A. Döbeli, T. Galliker, P. Hirt, Y. Hochuli, S. Mahni, P. Moser, R. Müller, B. Oberle, R. Orlando, C. Peter, M. Wyss

Abwesend: P. Wolfisberg, M. Zumsteg.