Damenturnverein

DTV-Künten auf Reise

Auf den Spuren der Zähringer

Bernadette Zimmermann
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Nachdem uns das Aufstehen nicht leicht gemacht wurde - es goss wie aus Kübeln - erkannte uns Petrus schliesslich doch noch und so konnte an der Bushaltestelle auch der letzte Regenschutz im Rucksack verstaut werden. So viele Engel an einem Haufen sind ja nicht jeden Tag unterwegs!

Via Baden und Bern kam so eine gutgelaunte 13-er Gruppe in Neuenegg (BE) an. Auf der romantischen Wanderung mit Lehrpfad der Sense entlang, verflog die letzte Müdigkeit und nach einem ausgiebigen Picknick waren wir bereit für die nächste Herausforderung. Am Bahnhof Laupen konnten wir nach einer kurzen Instruktion vier Schienenvelos in Empfang nehmen. Auf einer stillgelegten Bahnstrecke pedalten wir so durch die idyllische Gegend, wobei die vorderen zwei für's Vorwärtskommen und die zwei im Passagiersessel für die Überwachung bei gelegentlichen Strassenquerungen zuständig waren. Eine richtige Teamwork-Übung eben. Natürlich liess es unser Ehrgeiz nicht zu, uns vom nachfolgenden Gefährt einholen zu lassen. So war auch die sportliche Note garantiert! Nach einer guten Stunde und einem feinen Apéro (danke Brigitte und Marlies!!!) auf halber Strecke, trafen wir wieder in Laupen ein und bestiegen den Zug nach Friboug. Dort quartieren wir uns in der Jugendherberge ein und fühlten uns plötzlich wieder 30 Jahre jünger. Zwar sind die Jugendherbergen heute nicht mehr nur auf jugendliche Gäste eingestellt, doch das internationale Ambiente und die ungezwungene Atmosphäre zeigten doch Wirkung. So entschloss sich eine Gruppe zu einer Erkundungstour „Friboug by Night". Die idyllische Altstadt wirkte, von verschiedenen Seiten beleuchtet, noch malerischer als bei Tageslicht und versetzte einen zurück ins Mittelalter. Ein feiner Caipirinha unter freiem Himmel rundete den gelungenen Abend ab.

Am anderen Morgen kam auch der Rest der Gruppe in den Genuss einer Stadtrundwanderung: Stadtgolfen war angesagt. Dabei wird ein Parcours mit 18 Posten absolviert, welche an den schönsten Punkten der Stadt positioniert sind. Am Schluss war allen klar, warum Fribourg die Brückenstadt genannt wird und zu Recht als eine der schönsten mittelalterlichen Architekturbeispiele Europas gilt. Schon fast etwas wehmütig nahmen wir am frühen Nachmittag Abschied und fuhren mit der Bahn weiter nach Murten. Nach einem kurzen Fussmarsch durch das ebenfalls sehenswerte Städtchen, genossen wir ein wohlverdientes Picknick am See bevor der nächste Höhepunkt bevorstand: Eine Schifffahrt vom Murten- via Neuenburger- zum Bielersee. Rund 2 Stunden dauerte die landschaftliche reizvolle Fahrt, bei der wir viel Interessantes zu hören bekamen. Gegen 17 Uhr trafen wir schliesslich in La Neuveville ein und bestiegen den Zug Richtung Biel. Drei Stunden später kamen wir müde, aber rundum zufrieden und um viele Eindrücke reicher in Künten an. Ein herzliches Dankeschön an unsere bewährte Reiseleiterin Brigitte, die trotz einer Operation vor kurzem wieder eine tolle und vielseitige Reise perfekt gemanaged hat!