Pro Senectute

Durch den Liebeggerwald von Teufenthal nach Lenzburg

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Ausgangspunkt der etwas über dreistündigen Wanderung der Pro Senectute Olten war Teufenthal im mittleren Wynental. Nach dem obligaten Startkaffee begrüsste der Wanderleiter Tom Kohler die 15 Wanderfreunde, darunter erfreulicherweise zwei Neue, und gab nähere Informationen zur heutigen Route mit seinen Sehenswürdigkeiten weiter. Gleich zu Beginn gabs einen kurzen Aufstieg zum Schloss Trostburg, dem ersten Höhepunkt des heutigen Tages. Die mittelalterliche Höhenburganlage ist das historische Wahrzeichen der Gemeinde und steht auf einem 40 Meter hohen Felsvorsprung oberhalb des Dorfes. Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde sie 1241. Heute ist das aufwendig renovierte Schloss ein wahres Bijou, jedoch öffentlich nicht zugänglich und in Privatbesitz. Weiter führte nun der Weg dem Hang entlang, und bevor er nordöstlich abbog, konnten wir einen letzten Blick zurück ins Wynental werfen. Schon bald standen wir vor der nächsten Schlossanlage, dem Schloss Liebegg, erbaut während der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, als sich ein Zweig der Herren von Trostburg abspaltete und in der Nähe einen neuen Stammsitz errichtete. Seit 1946 ist es im Besitz des Kantons Aargau und auch Standort des Hexenmuseum Schweiz. Wir verliessen nun den Aargauer Kulturweg und nahmen den angenehmen Weg durch den kühlen Wald, gut geplant von unserem Wanderleiter an diesem heissen Sommertag. Vorbei an den "Sibe Zwingstei", einem Grenzpunkt, der durch ineinander verschränkte Granitquader markiert ist, erreichten wir bald den Rastplatz fürs Picknick, das Waldhaus Seon. Frisch gestärkt und für kurze Zeit immer noch im Wald gings nun weiter Richtung Seon, aber nicht ins Dorf, sondern vorbei an der Kiesgrube, wo die Sonne nun unerbittlich brannte. Es konnte nicht mehr allzu weit sein, denn der Staufberg und das Schloss Lenzburg kamen in Sicht. Nach dem Überqueren der gefährlichen Hauptstrasse trafen wir auf eine Ausgrabungsstätte aus der Hallstattzeit. 1931 wurden hier Grabhügel entdeckt, dessen Funde im Dorfmuseum Seon ausgestellt sind. Der Wanderweg führte nun weiter am Staufbergs vorbei, durchs Dorf Staufen und Richtung Bahnhof Lenzburg. Im nahe gelegenen Restaurant genossen die meisten ein kühles Eis, ein kühles Getränk oder beides zusammen. Wunderschön war sie, diese mit viel Kultur gespickte Wanderung, meist im kühlen Wald, aber auch mit schönen Ausblicken auf den Aargauer Jura. (mva)