Musikgesellschaft
Gelungene Kirchenkonzerte der Musikgesellschaft Gränichen

Stimmungsvolles Konzert

Marcel Siegrist
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Am Freitag, 27. November 2009 sowie am Sonntag, 29. November 2009 lud die MG Gränichen zu den traditionellen Kirchenkonzerten ein. Nachdem die Kirche am Freitag noch nicht so gut gefüllt war, durfte die MGG am Sonntag vor vollbesetzten Rängen musizieren. Die Eröffnung machte das Holzregister mit einem Choral, dirigiert vom Vize-Dirigenten Jörg Lehner. Als Kontrast dann die „Fanfare for Brass" von Peter Savenberg, gespielt von der Empore herab durch das Blech und Schlagzeugregister. Nun folgte bereits der erste Höhepunkt des Konzertes. Mit dem Stück „Appalachian Mountain Overture, op. 51" von James Barnes hatte man sich an ein schwieriges Stück gewagt. Trotzdem erhielt man einen sehr guten Eindruck davon, was die Dirigentin aus der MGG in der kurzen Zeit ihrer Tätigkeit mit dem Musikcorps herausgeholt hat. Das durch Abwechslung von raschen, rhythmischen Passagen und langsamen, lyrischen Melodien geprägte Stück gelang recht gut, auch wenn Einzelne an ihre Grenzen gestossen sind. Anschliessend konnte die Flötistin Janine Steiner mit dem Stück „Divertimento for Flute" von Alfred Reed ihr Können beweisen. Bravourös zeigte sie ihre solide Technik, ihre grosse Musikalität sowie ihren warmen Ton. Leider war das Zusammenspiel mit der Begleitung, welche durch den ständigen Wechsel der Takt- und Tonarten ebenfalls aufs Äusserste gefordert wurde, nicht immer optimal. Als Zugabe spielte Janine Steiner, auch für die Musikantinnen und Musikanten überraschend, ein Allegro des deutschen Flötenspielers und Komponisten Theobald Böhm. Wie wenn das Flötespielen das Einfachste der Welt wäre, zeigte sie noch einmal ihre Fingerfertigkeit und ihre Musikalität. Herzliche Gratulation an die Solistin. Nach dem Stück „Hemmige" von Mani Matter und „Heaven's Light" von Steven Reineke, welches von der Abwechslung zwischen der Flötensolistin Janine Steiner, dem Keyboard gespielt von Regula Gehrig sowie dem Klarinettenregister, lebte, folgten zwei Stücke des neu gegründeten Quintetts mit Christoph Spirgi, André Lüscher, Ursula Jurt, Ronny Estermann und Peter von Ballmoos. Zuerst wurden 2 Tanzsätze von Claude Gervaise aus dem 15. Jahrhundert vorgetragen. Anschliessend folgte die „Purcell-Suite" von Henry Purcell aus dem 16. Jahrhundert. Als Zugabe spielte das Quintett danach als Kontrast das Stück „When i‘m sixty-four" von John Lennon & Paul Mc Cartney. Nach dem Quintett folgte bereits ein weiterer Höhepunkt. Im „Selection from „Cats" von A.L. Webber konnten verschiedene musikalische Katzen mit eigenen Charakteren gehört werden: Skimbleshanks, Old Gumbie Cat sowie Macavity, sehr schön gespielt von Eva Emmenegger auf dem Alt-Saxophon. Das zu einem internationales Hit gewordene „Memory" wurde von der alten, räuigen Katze Grizzabella gesungen, in dieser Ausgabe gespielt von Claudia Müller auf der Oboe, Regula Gehrig auf der Flöte sowie Rolf Elsasser auf der Trompete. Nachfolgend spielte die MGG bereits die beiden letzten Stücke „Feliz Navidad" von José Feliciano und „One Moment in Time" von Hannond/Bettis indem Christoph Spirgi auf dem Cornett in die Fussstapfen von Whitney Houston trat. Dem Publikum schien das Konzerte gefallen zu haben. Als erste Zugabe spielte die MGG das Stück „Take That Look Off Your Face" von Andrew Lloyd Webber. Nach weiterem Ablaus wurde noch einmal das Weihnachtslied Feliz Navidad vorgetragen. Der Präsident André Lüscher dankte der Ansagerin Birgitta Plüss für die kompetente Führung durch das Konzert. Der grösste Dank gebührte jedoch der Dirigentin Ursula Jurt, welche mit ihrem Engagement, ihrem Können am Dirigierstock und ihrem Hang zur Perfektion, das Machbare aus den Bläserinnen und Bläser herausgeholt hat. Herzliche Gratulation für diese Leistung. Man darf gespannt sein, was sie sich für den nächsten Auftritt der MGG, dem Jahreskonzert vom 11. März 2010, ausgedacht hat. (pba)

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