Historischer Verein des Kantons Solothurn

Landtagung des Historischen Vereins in Mariastein

Verena Schmid Bagdasarjanz
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag

Bilder zum Leserbeitrag

undefined Im Innenraum der sorgfältig restaurierten Kirche spricht P. Lukas Schenker über die barocken, klassizistischen und neubarocken Elemente.

undefined Im Innenraum der sorgfältig restaurierten Kirche spricht P. Lukas Schenker über die barocken, klassizistischen und neubarocken Elemente.

Das Leimental mit seiner lieblichen Landschaft und insbesondere das Benediktinerkloster Mariastein, nach Einsiedeln der zweitwichtigste Wallfahrtsort der Schweiz, sind eine Reise wert. Dieses Jahr umso mehr als die Exklave Leimental mit zahlreichen öffentlichen Anlässen ihre 500jährige Zugehörigkeit zum Kanton Solothurn feiert. Grund genug für den Historischen Verein des Kantons Solothurn, seine diesjährige Landtagung in Mariastein durchzuführen.

Die Geschichte des Leimentals und seiner Zugehörigkeit zu Solothurn brachte alt Regierungsrat Klaus Fischer den Gästen nach dem statutarischen Teil mit launigen Worten näher und stellte das schöne Buch zum Jubiläum „500 Jahre Solothurnisches Leimental“ vor.

Der zwischen 1973 und 2000 unter den Äbten Mauritius Fürst und Lukas Schenker sorgfältig restaurierten und heute unter Denkmalschutz stehenden Kirche und Klosteranlage, die ihre Entstehung einer hübschen Legende verdanken, galt der Besuch am Nachmittag. Die 1442 erstmals bezeugte Legende berichtet von einem Hirtenknaben, der die Felswand hinunterstürzend von einer Frau, der Gottesmutter Maria, aufgefangen wurde.

In die architektonischen Besonderheiten der heutigen Anlage und die bewegte Geschichte des Klosters führte Pater Lukas Schenker, Abt von 1995–2008, die Besucherinnen und Besucher ein. Die ursprünglich in spätgotischem Stil gehaltene Kirche weist heute klassizistische – Fassade, Fenster – und neubarocke Elemente auf. Letztere zeigen sich zum Beispiel in den eindrücklich restaurierten Deckenfresken und den Wandbildern. Barock sind dagegen die aus Holz gearbeitete Kanzel, das hohe geschmiedete Chorgitter und der Hochaltar, dessen Bilder sich den christlichen Festen entsprechend auswechseln lassen.