Frauenturnverein
Reise des Frauenturnvereins Rietheim

Zwei unbeschwerte Ferientage in Samnaun

Marcel Siegrist
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Erwartungsvoll begrüssten sich die elf Mitglieder frühmorgens an der SBB- Haltestelle Riete. Miteinander wollte man zwei unbeschwerte Ferientage geniessen, Samnaun hiess das Ziel der Vereinsreise.
Der Zug führte die Frauen über Zürich nach Landquart und dann mit der RhB durchs Prättigau nach Klosters und durch den Vereina-Tunnel nach Ardez.Weil in Scuol Bahnlinie und Tunnel erneuert werden, musste mit dem Postauto weitergereist werden.
Nach Umsteigen in Martina führte der Bus-Chauffeur die Reisenden mit sicherer Hand die schmale Strasse der steilen Felswand entlang, durch Tunnels und kurvige Abschnitte nach Samnaun-Ravaisch.
Endlich da, die Rietheimerinnen stiegen gerne aus und erblickten rundum Berggipfel sowie das Zuhause für eine Nacht, das Hotel Astoria. Nach dem Zimmerverteilen stärkten sie sich mit einer „Hochzeitssuppe" oder einer anderen Köstlichkeit. „Heute wollen wir noch nicht in die Höhe, bei diesem bedeckten Himmel", waren sich bald alle einig, „sondern nach Samnaun zum Lädele".
Nach einem Spaziergang dem Schergenbach entlang gelangten die Ausflüglerinnen zur einzigen Zollfrei-Oase der Schweiz. Nun waren sie nicht mehr zu halten, einzeln oder in kleinen Gruppen schwärmten die Frauen aus, um in den edlen Boutiquen und Sportfachgeschäften zu schnuppern.
Zur abgemachten Zeit traf man sich wieder zu Kaffe und Kuchen. Zwei schicke Jacken wurden eingekauft, erlesene Destillierprodukte sowie würziges Bündnerfleisch.
Zurück im Hotel servierte der freundliche Kellner den Gästen ein leckeres Viergang-Menu. In der heimeligen, mit viel Holz ausgestatteten Gaststube wurde noch lange erzählt, gejasst und gelacht.

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet fuhren die Turnerinnen am kühlen, strahlend schönen Sonntagmorgen mit der Doppelstockseilbahn zur Alp Trider Sattel. Weiter schwebten sie mit drei Sesselbahnen über Alpweiden und erlebten die ganze Wucht und Kraft einer Berglandschaft, die sich majestätisch vor den Augen ausbreitete.
Die Jüngeren machten sich auf eine Rundwanderung um die Idalp. An dösenden Kühen und murmelnden Bächlein vorbei gelangte die Wandergruppe zu einem wunderschön angelegten Steingarten mit bunten Bergpflanzen. Kühles, klares Wasser floss durch einen Holzkännel und trieb einen Troll und ein Wasserrad an. Mit einem angeseilten Floss konnte man sich von einem Ufer ans andere ziehen, was zu lustigen Szenen führte.
Noch einmal die warme Sonne geniessen, vorwitzige Murmeli beobachten und Abschied nehmen von der Unterengadiner Bergwelt. Auf der Rückfahrt wurde in Zürich Halt gemacht, um beim Chinesen den Hunger zu stillen. Für die tolle Organisation unserer Präsidentin Bernadette Andesner herzlichen Dank! (fsc)

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