Politische Partei

SP Neuenhof ‚ja“ zur Strategie "vorwärts"

Gemeindeversammlung vom 20. Dezember 2010

Marcel Siegrist
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Es ist mutig, innovativ und kreativ, was der Gemeinderat als Zukunftsperspektive für Neuenhof anvisiert. Dafür erhält er von der SP Mitgliederversammlung grosses Lob. So wie bis anhin kann und darf es mit unserer Gemeinde in finanzieller Hinsicht nicht weitergehen. Deshalb ist der budgetierte Steuerfuss von 98 % - in der gegebenen Situation - die richtige Massnahme.
Die Strategie „vorwärts" ist u. a. auch die Antwort auf Belastungen, welche die Gemeinde als Hypotheken zum Teil über Jahre und Jahrzehnte und bis heute mit sich herumschleppen muss: Neuenhof bringt für die Region und darüber hinaus für überregionale Anliegen respektable Leistungen:
- Im Richtplan Kanton Aargau wird eine grosse „Grünzone" als
Siedlungstrenngürtel zwischen Neuenhof und Killwangen ausgeschieden. Diese „Grünzone", auf der nur landwirtschaftliche Nutzung möglich ist, liegt komplett auf Neuenhofer Gemeindegebiet und umfasst ca. 50 ha (ca.1/3 der Fläche des Siedlungsgebietes). Wir begrüssen zwar, dass Grünflächen erhalten bleiben, so kann wirksam der Zersiedlung entgegengewirkt werden. Dass damit aber die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde empfindlich eingeschränkt werden, liegt auf der Hand. Dafür muss die Gemeinde entschädigt werden.
- Als Leistungen zugunsten der Region Baden-Wettingen sind unter anderen zu erwähnen:
- Neuenhof stellt im Zuge der Industrialisierung in Baden ein grosses Angebot an günstigem Wohnraum zur Verfügung.
- Schule/Kindergarten leisten -. infolge der besonderen Bevölkerungsstruktur der Gemeinde - hinsichtlich Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund Ausserordentliches.
Davon profitiert die Region, für Neuenhof bleiben die Lasten. Eine Abgeltung dafür müsste logischerweise selbstverständlich sein.
Die Strategie „vorwärts" mit den flankierenden Massnahmen als PlanungsInstrumente eröffnet Möglichkeiten, diese Belastungen, aber auch bisher fehlende Abgeltungen, in die Planung mit einzubeziehen.
Die flankierenden Massnahmen wie u.a. die Inangriffnahme einer neuen Bau- und Nutzungsordnung, eine umsichtige Schulraumprojektierung, oder ein professionelles Standortmarketing sind zukunftsweisende Investitionen, welche die Gemeinde dringend braucht, sie werden von der Versammlung als besonders wichtig angesehen.
Die übrigen Traktanden der Gemeindeversammlung vom 20. Dezember werden nach angeregter Diskussion gutgeheissen.
SPN, Rö/Vo