Männerchor Hunzenschwil-Schafisheim

Vereinsreise Männerchor Hunzenschwil-Schafisheim

Bernhard Fischer
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Erster Treppenanstieg zum Guggershorn Sofort nach dem Start ging’s bergwärts und bald kam der erste Treppenaufstieg.
Letzter Anstieg zum Guggershorn Eine steile, freiliegende Holztreppe führte auf's Guggershorn.
Gruppe welche das Guggershorn bestieg Ein Teil der sportlichen Truppe, welche das Guggerhorn erklommen hatte.
Eingaspartie zum Vreneli Museum, Guggisberg Die kulturelle Gruppe besuchte das Vreneli Museum in Guggisberg.

Männerchorreise 2016 – warum s’Vreneli vom Guggisberg berühmt wurde und gerade der Männerchor diese Gegend bereiste?

Im „Guggershörnlilied“ heisst es doch so zutreffend „I`ts a long way uf d`s Guggershörnli“ - s’esch e länge Wäge ufs Guggershörnli. Ja genau diesen Weg haben die Sänger samt Frauen zum Ziel ihrer diesjährigen Vereinsreise gewählt. Bei sonnigem, spätsommerlichen Wetter führte der Carchauffeur die Mannen und Frauen sozusagen „über Land“ zum Kaffeehalt in den Gasthof Linde in Stettlen. Bereits auf dieser Reiseetappe konnten sie die prächtigen und meist mit Geranien geschmückten Bernerbauernhäuser bewundern. Schmucke, stabile Holzkonstruktionen mit kleinen Fenstern und tiefhängenden, steilen, meist Eternitdächern zeugten von der damaligen Zimmermannskunst. Diese Gebäude werden Generationen überleben!

Gestärkt ging die Fahrt weiter ins Aaretal (Belp), dann ins Gürbetal und weiter über Riggisberg – Rüschegg (Gambachtal) hinauf nach Guggisberg (1115 m.ü.M).

Hier bildeten sich zwei Gruppen. Jene die das Leben vom „Vreneli am Guggisberg“ genauer erfahren und jene die das Guggershorn (1283 m.ü.M) erklimmen wollten. Es zeigte sich, dass Singen das Atemvolumen steigert und somit unterstützend die Wanderfitness beeinflusst.

Eine grössere Anzahl der Sänger/-Frauen wählten die Besteigung des Guggershorn. Der Schreibende gehörte auch zu dieser fitten Gruppe und hatte somit hautnah die Strapazen des Aufstieges miterlebt. Sofort nach dem Start ging’s bergwärts und bald kam der erste Treppenaufstieg. Über hundert Treppen wurden bei herrlichem Spätsommerwetter bestiegen und danach führte der Wanderweg im Wald zickzack und steil aufwärts. Zwischen den lichten Nadel- und Laubbäumen konnte man zunehmend die unter uns liegenden Hügelzüge und Dörfer sehen.

Das Finale war eine äusserst steile, freiliegende Holztreppe, welche zum Gipfel führte. Es brauchte für einige echte Überwindung, hier hochzusteigen. Der anstrengende Aufstieg wurde jedoch mit einer wunderbaren, einmaligen Rundsicht entschädigt. Das Panorama erstreckte sich vom Gantrisch übers Fribourgerland bis zum Jura (Chasseral) und bei klarer Sicht sogar bis zur Rauchfahne des KKW Gösgen. Der 360 Grad Rundblick wurde abgeschlossen mit der Sicht zum Bantiger und den Mächtigen des Berner Oberlandes (Eiger – Mönch – Jungfrau).

Der von unserer Dirigentin Marie Theres offerierte „Gipfelwein“ inspirierte die Gruppe (die Dirigentin war ja auch dabei), das Lied: „I`ts a long way uf d`s Guggershörnli“ vorzutragen. Der Gesang soll bis hinab nach Guggisberg und weiteren naheliegenden Dörfern gehört worden sein!! Mit Applaus der anwesenden Wanderer wurde unsere Darbietung bedankt! Der Abstieg erfolgte wiederum auf der freiliegenden Holztreppe, dann rund um den Guggershornfelsen herum und steil abwärts zurück nach Guggisberg. Dass die Sänger wirklich fit sind, zeigten die sportlichen Einlagen auf dem Rückweg (Böckligumpe, Heubürzel).

Die zweite Gruppe durfte unter kundiger Führung das Leben vom Vreneli am Guggisberg kennen lernen. Der „Zelg“-Bauer wollte seinen Sohn mit der Tochter (Vreneli) des Bauernhofes Linde zusammenbringen. Aber er kam zu spät, Vreneli liebte den „Simes Hans-Joggeli“ der änet am Bärg (hinter dem Berg) wohnte. Beide Väter hatten einen handfesten Streit, so dass der Zelgbauer stürzte und bewusstlos liegen blieb. Hans Joggeli glaubte er sei tot und floh und lies sich in fremde Kriegsdienste anwerben. Zurück blieb s’Vreneli – uns bleibt das weltbekannte Lied „I`ts a long way uf d`s Guggershörnli“. Dieses Lied ist zugleich die Motivation des Chores, diese Gegend zu bereisen!

Gut gestärkt durch die Crew des Gasthofes Sternen und einer gelungenen Liedereinlage vor dem Gasthaus, zogen die Reisefreudigen weiter ins Gantrischgebiet. Es folgte eine eindrückliche Fahrt durch Täler, auf engen Strasse und engen Kurven vorbei wiederum an idyllischen, kleinen Dörfern (Plaffeien, Zollhaus, Schwefelbergbad) hinauf auf den Gurnigel (1594 m.ü.M). Beruhigend dürfen wir feststellen, dass hier noch tiefgrüne, satte Wiesen und grosse Flächen Buchen- und Tannenwälder vorherrschen.

Mit sicherer Fahrt hinunter ins Gürbe- und Aaretal machte der Chauffeur noch einen Abstecher für einen Kaffeehalt nach Schlosswil einem kleineren Dorf nördlich von Konolfingen mit wunderbarer Sicht auf’s Aaretal.

Der letzte Teil der diesjährigen Männerchorreise führte über Landstrassen zurück in den Aargau nach Hunzenschwil bzw. Schafisheim.

Nun ist klar, s’Vreneli vom Guggisberg wird weiterhin vom Männerchor besungen und somit bleibt diese interessante und landschaftlich äusserst reizvolle Reise immer präsent.

Es lohnt sich auf jeden Fall im Männerchor mitzusingen (Singen ist Sport und erhält jeden Sänger fit!! – siehe im Bericht oben). Wir proben jeden Mittwochabend in der Aula in Hunzenschwil. Kontakt: 076 705 95 04 (M.Th. Hermann, Dirigentin).