Matchbericht Damen 1

Weiterhin punktelos im neuen Jahr: UHC Lok Reinach kann sich nicht durchsetzen

Am vergangenen Samstag traten die Damen des UHC Lok Reinachs in der heimischen Pfrundmatthalle gegen den UHC Gürbetal an. Die Bernerinnen verloren ihr letztes Spiel etwas überraschend gegen das letztplatzierte Team Aarau, was wieder einmal zeigt, dass die diesjährige Gruppe sehr ausgeglichen ist. Die Reinacherinnen ihrerseits erhofften sich endlich die ersten Punkte im 2018 ergattern zu können.

Luana Egger
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Das Team der Damen Lok Reinach.

Das Team der Damen Lok Reinach.

Zur Verfügung gestellt

Beide Mannschaften starteten eher zurückhaltend in die Partie. Es gab Platz für den Spielaufbau, einzelne ungefährliche Abschlüsse konnten beidseits generiert werden, richtig Festsetzen in der gegnerischen Offensive vermochte sich aber keine der beiden Mannschaften. Nach dem anfänglichen Geplänkel wurden die Chancen zwar gefährlicher, basierten aber häufig auf vorangegangenen Fehlern. Ein schönes Zusammenspiel fehlte beidseits über weite Strecken.

Es dauerte bis zur 12. Minute ehe Simone Schiess einen Auswurf der Torhüterin abfangen konnte und mit einem Weitschuss die 1:0 Führung erzielen konnte. Nur gerade zwei Minuten später gelang es Luana Egger auf Zuspiel von Selina Müller mit einem schönen Konter-Treffer die Führung auf zwei Zähler auszubauen.

Nun schien das Spiel etwas an Fahrt aufzunehmen und auch die Gegnerinnen waren gezwungen ihrerseits mehr Druck auf das Reinacher Tor zu machen. Die Reinacherinnen bekundeten immer wieder Mühe mit der Zuteilung in der eigenen Zone. Gut zwei Minuten vor Drittelsende schlief gleich die komplette Reinacher Aufstellung und die Bernerinnen konnten mit einem schnell ausgeführten Freistoss den Anschlusstreffer erzielen.

Unentschieden nur mit Glück halten

Bestrebt im zweiten Drittel wieder defensiv sauber und nach vorne frech zu spielen, startete das Heimteam denkbar schlecht ins zweite Drittel. Zu wenig Druck wurde auf die Ball führende Spielerin ausgeübt, so dass diese unbedrängt den Ball Richtung Reinacher Tor bringen konnte. Kein Gewaltsgeschoss, aber es reichte um den Ausgleichstreffer zu erzielen.

Während das Gastteam nun definitiv in der Pfrundmatt angekommen war, schien bei den Wynentalerinnen zwischenzeitlich nicht mehr viel zu funktionieren. Zu viele ungenaue Pässe erschwerten das Spiel nach vorne und hinten konnte man teilweise nur mit Glück das Unentschieden halten. Da kam ein Überzahlspiel in der 25. Minute gerade zur rechten Zeit.

Die Powerplay-Formation liess zwar phasenweise den Ball gut zirkulieren, die Abschlüsse waren aber zu unpräzise oder zu einfache Beute für die Berner Torhüterin. Immerhin konnten nun die Reinacherinnen wieder vermehrt Torchancen kreieren und in der 30. Minute durch Denise Hafner auf Pass von Bellinda Wüthrich erneut in Führung gehen. Das Spiel blieb spannend, auf beiden Seiten gab es Chancen, bis zur zweiten Pause blieb es aber beim knappen Vorsprung der Reinacherinnen.

Pech im letzten Drittel

Für einen Sieg würde es den Reinacherinnen aber nur reichen, wenn sie im letzten Drittel wieder mehr Qualität ins Spiel bringen würden, denn die Bernerinnen mussten nun reagieren. Leider gelang dies Lok Reinach nicht und es war ein unpräziser Pass in der Offensivzone, welcher den Kontertreffer für Gürbetal ermöglichte. Nur wenige Minuten später wurde ein Ball von einer Reinacherin unglücklich ins eigene Tor abgelenkt und das Heimteam sah sich erstmals an diesem Abend im Rückstand.

Doch um den Ausgleichstreffer zu erzielen, fehlte bei der Lok an diesem Abend die Qualität. Obwohl die Gegenerinnen viel Platz für den Spielaufbau liessen, war dieser zu statisch. Zu viele unpräzise Pässe verunmöglichten ein flüssiges Zusammenspiel und zu oft gab es ein zermürbendes Ping-Pong Spiel. Fünf Minuten vor Schluss war es wiederum ein ärgerliches Freistosstor, welches die 3:5 Führung für den UHC Gürbetal bedeutete.

Das Trainerduo Tschudi/Berglund versuchte nochmals alles und ersetzte Torfrau Keller durch eine sechste Feldspielerin. Obwohl man dank einer weiteren Strafe gegen Gürbetal sogar in doppelter Überzahl spielen konnte, gelang dem UHC Lok Reinach kein weiterer Treffer.

Die Reinacherinnen warten somit weiterhin auf die ersten Punkte im neuen Jahr und haben nun zwei Wochen Zeit ihr Spiel zu verbessern.

Telegramm

UHC Lok Reinach – UHC Gürbetal 3:5 (2:1, 1:1, 0:3)

Pfrundmatt, Reinach – SR: Jakob / Gfeller

Tore: 12. Schiess 1-0, 14. Egger (Müller) 2-0, 17. Portmann 2-1, 21. Bürgy (Sutter) 2-2, 30. Hafner (Wüthrich) 3-2, 45. Schmutz (Soltermann) 3-3, 48. Eigentor 3-4, 55. Portmann 3-5

Strafen: 2x2 min gegen UHC Gürbetal

UHC Lok Reinach: Keller, Rey, Durrer, Eichenberger, Egger, Hafner, T. Hirt, Hunziker, Huser, Hüsler, Möhl, Müller, Pattathuparambil, Schiess, Senn, Straumann, Wälty, L. Wüst, Wüthrich

UHC Gürbetal: Bernardis, Bürgy, Geiser, Grossmann, Hofmann, Kohler, Liechti D., Liechti K., Schmutz Ja., Schmutz Ju., Soltermann, Wilhelmi