Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Die heilige Meghan und ihre Esel

Mein Bild
Susanne Holz
Alle Mütter sind heilig, aber manche Mütter sind noch heiliger. (Bild: Andy Rain/Keystone (Windsor, 7. Mai 2019))

Alle Mütter sind heilig, aber manche Mütter sind noch heiliger. (Bild: Andy Rain/Keystone (Windsor, 7. Mai 2019))

Bringt man die Nummer sieben der britischen Thronfolge zur Welt, ist das sicher einen Heiligenschein wert – zumindest in Grossbritannien. Motto: Alle Mütter sind heilig, aber manche sind (uns) heiliger. Selbst wenn sie unser schnörkelloses britisches Gemüt zuvor ganz schön geärgert haben – mit einer dekadent teuren Baby-Shower-Party (was ist das überhaupt?) in New York, einem dekadent teuren Umzug aufs Land, dem Ausschluss der Angestellten vom dort anliegenden Parkplatz und weiteren elitären Mätzchen und Sonderwünschen. Nicht zu vergessen die dekadent teure Hochzeit im Mai 2018, mit der alles begann.

Genau, alles begann. Erst mal waren die Briten Gott froh, dass Prinz Harry endlich unter der Haube war. Und glücklich zudem, wenn auch mit einer US-amerikanischen Schauspielerin namens Meghan Markle. Ohne blaues Blut, dafür mit Verwandten gesegnet, die gerne und oft für böses Blut sorgen.

Macht ja nichts, ist man erst mal Teil der königlichen Familie, ist das Schnee von gestern. Zuerst wird man Herzogin, und hat man sodann erfolgreich einen Mini-Prinzen zur Welt gebracht, wird man auch noch Heilige. Mit goldenem Heiligenschein und roten Pumps. Selbst die Esel tragen da rote Hufe. Nur das Baby ist noch in bescheidenes Weiss gehüllt.

Aber hallo, wieso eigentlich stehen Herzogin und heiliger Meghan gleich zwei Esel zur Verfügung? Musste Maria nicht mit einem Esel auskommen, als sie hochschwanger auf der Suche nach einer Herberge war? Die Antwort liegt auf der Hand und begründet in den tiefen Tiefen britischer Adelsgläubigkeit: Meghans Gatte heisst immerhin Harry, und nicht Josef. Er ist ausserdem ein Prinz und kein Zimmermann.

Ob der Satiriker und Künstler Kaya Mar sein Bild ähnlich bissig gemeint hat, wie dieser Text geschrieben ist, darf bezweifelt werden. Man meint, in seinem Lächeln Freude und Stolz zu erkennen, wie er da mit seinem Werk vor Windsor Castle steht, diesen Dienstag, einen Tag nach der Geburt von Baby Sussex, Sohn von Meghan und Harry. Es könnte sich aber natürlich auch um die Freude übers eigene Werk handeln ...

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.