Diese Vorher-Nachher-Bilder zeigen, wie dramatisch die Schweizer Gletscherschmelze ist

Die Nachrichtenagentur «Reuters» versucht aufzuzeigen, wie drastisch die Gletscherschmelze tatsächlich ist. Dafür haben sie Archivbilder bekannter Schweizer Gletscher Bildern von heute gegenübergestellt.

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Zwei Jäger betrachten den Aletsch-Gletscher – auch er ist stark geschmolzen. (Bildquelle: Keystone)

Zwei Jäger betrachten den Aletsch-Gletscher – auch er ist stark geschmolzen. (Bildquelle: Keystone)

(mim/watson.ch) Bis heute sind bereits mehr als 500 Schweizer Gletscher der Klimaerwärmung zum Opfer gefallen. Wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen wird, werden auch die 1500 noch bestehenden Gletscher bis Ende des Jahrhunderts folgen, wie «Reuters» berichtet.

Die Folgen: Kurzfristig kann das Schmelzeis zu einem Anstieg des Wasserspiegels führen, langfristig rechnet man jedoch damit, dass der Spiegel sinken wird. Hinzu kommt gemäss Experten die Zunahme von Steinschlägen und anderen Gefahren. Auch ein Einfluss auf die Wirtschaft ist sehr wahrscheinlich.

Die Schweiz ist als Binnenland besonders hart von der Erderwärmung betroffen, wie Mathias Huss gegenüber «Reuters» sagt. Er ist Chef der Gletscher-Überwachung GLAMOS und verarbeitet Daten der letzten 150 Jahre. Alleine letztes Jahr sollen die Schweizer Gletscher zwei Prozent ihres Volumens verloren haben.

«Wir haben noch nie eine so schnelle Gletscher-Schmelze gesehen, seit die Messungen begonnen haben.»

Dass etwas gegen das Gletscher-Sterben unternommen werden muss, ist nicht nur Huss klar – die Initianden der Gletscher-Initiative sagen der Klimaerwärmung den Kampf an. Auf ihrer Homepage wird der Kernpunkt der Initiative folgendermassen dargelegt:

«Das Schwinden unserer Gletscher ist ein Weckruf! Gemeinsam müssen wir die Klimaerwärmung stoppen, sonst verschlechtert sich unsere Lebensgrundlage nachhaltig. Die Gletscher-Initiative fordert netto null Emissionen bis 2050. Sie will die Ziele des Pariser Klimaabkommens in der Verfassung verankern und die Schweiz auf Klimakurs bringen.»

Mittlerweile haben bereits mehr als 126'000 Personen die Initiative unterschrieben. Huss und andere Forscher sind sich trotzdem einig, dass die Gletscher weiter schrumpfen werden. «Die Alpen werden meiner Meinung nach weiterhin schön sein, aber anders.»

«Reuters» versucht nun aufzuzeigen, wie drastisch die Gletscherschmelze tatsächlich ist. Dafür haben sie Archivbilder bekannter Schweizer Gletscher Bildern von heute gegenübergestellt. Urteilen Sie selbst, ob die Alpen weiterhin schön sind – anders auf jeden Fall:

Die vorher/nachher-Bilder