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Kryeziu – oder wenn das Herz nicht mehr beim FCL ist

Sportreporter Daniel Wyrsch über den bevorstehenden Wechsel von Hekuran Kryeziu zum FC Zürich.
Daniel Wyrsch
Daniel Wyrsch. | Bild: PD

Daniel Wyrsch. | Bild: PD

Der bevorstehende Wechsel von Luzern-Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu zum FC Zürich schlägt hohe Wellen. Das gilt auch für unsere Berichterstattung. Als Reaktion darauf erhielten wir zahlreiche Mails und Nachfragen – dazu erreichten uns mehrere Leserbriefe.

Im Austausch mit unseren Lesern ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie sehr der FCL vielen Menschen in Luzern und in der ganzen Innerschweiz am Herzen liegt. An unsere Zeitung und explizit an mich wurde appelliert, mit den Aktionären des FC Luzern eine Lösung zu finden, damit Kryeziu vielleicht doch bleibt. An dieser Stelle muss ich darauf hinweisen, dass der Einfluss der Medien und besonders jener von einzelnen Journalisten doch oft etwas überschätzt wird.

Dank meines Jobs habe ich das Privileg, dass ich Gespräche mit Direktbeteiligten führen kann. So komme ich zu Informationen aus erster Hand, die ich für die Arbeit als Berichterstatter – alleine dies ist meine Aufgabe – benötige.

Am Ende einer intensiven Woche kann ich feststellen: Der ungewollte Abgang des Eigengewächses hat nicht zuletzt auch die Verwaltungsräte der FCL-Holding AG bewegt. Diverse Lösungen sind besprochen und in Erwägung gezogen worden, um Kryeziu eventuell doch noch umzustimmen.

Beim Hauptargument im professionellen Sport, dem Geld, wollen die Klubbesitzer offensichtlich nicht gleich weit gehen, wie das FCZ-Präsident Ancillo Canepa und seine Frau Heliane allem Anschein nach tun. Weil Kryeziu sein 25. Ligaspiel in der Startformation nicht bestreitet, sich schon mehrmals verletzt abgemeldet hat, verlängert sich sein Vertrag mit Luzern nicht automatisch. Die Folge ist, dass er ablösefrei wechseln kann. Was der Verein in jüngerer Vergangenheit mit Rangelov, Puljic und dem jetzigen U21-Trainer Michel Renggli gemacht hatte – sie nicht mehr spielen zu lassen, damit sich ihre Kontrakte nicht automatisch verlängerten –, macht nun ein Spieler mit dem Klub. Kryeziu spielt nicht mehr für den FCL. Statt dem Transfererlös für Luzern erhält der Spieler ein stolzes Handgeld.

Trainer Gerardo Seoane jammert nicht, er kennt die Gesetze des Profifussballs aus eigener Erfahrung. Andere bestätigten, was ich längst vermutete: Seoane baute Kryeziu als seinen verlängerten rechten Arm auf, der 25-jährige «Heki» sollte die neue Generation mit den vielen Jungen führen. In dieser Rolle wurde Kryeziu zum Schlüsselspieler, trug viel zum 3. Platz bei. Jetzt aber ist sein Herz offensichtlich nicht mehr beim FCL. Reisende soll man nicht aufhalten.

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