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Neues Gesicht für Teufen

Für die Gestaltung des Dorfzentrums liegt ein erster Vorschlag auf dem Tisch. Demnach könnten eine Sonnenterrasse mit einem Platz und ein Verkehrsregime mit Tempo 30 entstehen. Einzelne Punkte sind an einer Orientierungsversammlung umstritten.
Vorerst ist es nur eine Vision: So oder ähnlich könnte aber dereinst das Zentrum in Teufen bei der Kirche aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Vorerst ist es nur eine Vision: So oder ähnlich könnte aber dereinst das Zentrum in Teufen bei der Kirche aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Die Schaffung von attraktiven Begegnungs- und Aufenthaltsräumen, eine Sonnenterrasse, die Verbesserung der Parkierungssituation und Tempo 30 – das sind die wesentlichen Ergebnisse aus den beiden Workshops mit der Bevölkerung vom März und April. Die Ergebnisse wurden am Mittwochabend im Lindensaal in Teufen der Öffentlichkeit präsentiert. Verschiedene Punkte sollen nach der Genehmigung des Nutzungs- und Gestaltungskonzepts durch den Gemeinderat im Projekt «Ortsdurchfahrt» der Appenzeller Bahnen aufgenommen und im Herbst öffentlich aufgelegt werden.

Die Abstimmung vom Mai des letzten Jahres war wegweisend: Die Appenzeller Bahnen fahren in wenigen Jahren doppelspurig durch Teufen. Diese bevorstehenden baulichen Veränderungen nahm die Arbeitsgruppe Gestaltung Dorfzentrum Teufen (AGDT) als Chance wahr, um gemeinsam mit der Bevölkerung die gestalterische und nutzungsmässige Entwicklung des Dorfzentrums zu erarbeiten. «Nun liegt ein Vorschlag auf dem Tisch für ein neues Gesicht von Teufen», sagte Gemeinderätin Pascale Sigg-Bischof als Präsidentin der AGDT. Ob die Vorschläge allerdings wie geplant umgesetzt werden können, ist offen. Mit den betroffenen Grundeigentümern hätten noch keine Gespräche stattgefunden, sagte Sigg-Bischof.

Eine Sonnenterrasse für Teufen

Die Ziele einer Neugestaltung des Dorfzentrums sind der Erhalt und die Stärkung eines vitalen und vielseitigen Gewerbes, die Schaffung von attraktiven Begegnungs- und Aufenthaltsräumen sowie die Verbesserung der Parkierungslösung. Während zwei Workshops wurden Entwürfe und Varianten der Landschaftsarchitekten Roman Häne und Silvio Spieler von «Kollektiv Nordost» diskutiert und ausgefeilt. Der Architekt Bruno Bottlang von «Atelier Bottlang AG», Landschaftsarchitekt Kaspar Hartmann von «ASP Landschaftsarchitekten AG» und Verkehrsplaner Andreas Tenger von «Wälli AG Ingenieure» unterstützten den Prozess.

Die Gestaltung des Dorfzentrums umfasst im engeren Sinne den Bereich zwischen Bahnhofkreisel und dem Schützengarten inklusive der Strassenanschlüsse an die Kantonsstrasse. Bei der Ausarbeitung des Lösungsvorschlags waren technische Randbedingungen der Bahn und der Kantonsstrasse zwingend zu berücksichtigen. Vor der klassizistischen Häuserreihe Bibliothek-Schulhaus-Gemeindehaus ist eine Sonnenterrasse angedacht, mit einem ausladenden Platz Richtung Strasse. Als verbindendes Element zwischen der nördlichen und südlichen Platzhälfte dient eine auslaufende, dem Strassenverlauf folgende Treppe. Den Abschluss der Treppe vor dem Gemeindehaus bilden ein neuer Dorfbrunnen sowie eine Sitzmöglichkeit.

Direkt vor dem Gemeindehaus bleiben weiterhin Parkplätze erhalten. Eine in ihrer Höhe ansteigende Stützmauer fasst den Platz vor der Bibliothek ein und grenzt diesen klar von der Strasse ab. Eine stufenlose Verbindung zwischen Gemeindehaus und Spar wird dadurch gewährleistet. Die Sonnenterrasse kann mit diversen Nutzungen bespielt werden. Bepflanzungen und diverse Sitzmöglichkeiten, eine Leseecke vor der Bibliothek, Marktstände, aber auch eine Konzertbestuhlung machen die Sonnenterrasse erlebbar.

Kritik an fehlenden Fussgängerstreifen

Auf der südlichen Platzhälfte sollen möglichst viele Parkplätze für das Gewerbe erhalten bleiben. Durch die Verlegung des Dorfbrunnens kann ein Maximum an Abstellplätzen generiert werden und durch die Ausbildung einer Gasse gleichzeitig der Blick auf den Kircheneingang frei gehalten werden. Eine zeitlich differenzierte Parkplatzbewirtschaftung soll den Anforderungen des Gewerbes gerecht werden. Durch eine Mehrfachnutzung der südlichen Platzhälfte kann diese auch für andere Aktivitäten zur Verfügung stehen.

Zu reden gab an der Versammlung das künftige Verkehrsregime im Dorfzentrum. Geplant ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde im Mischverkehr geführt. Beidseitige Velostreifen führen ab dem Dorfplatz in Richtung Niederteufen. Ein Fussgängerstreifen auf der Höhe des Gemeindehauses ermöglicht vor allem Schulkindern das sichere Queren der Kantonsstrasse. Einer der Anwesenden bemängelte die fehlenden Fussgängerstreifen, vor allem bei der UBS. Das führe immer wieder zu gefährlichen Situationen. Tenger wies auf die im Vergleich zu heute tieferen Geschwindigkeiten hin. In einer 30er-Zone, sofern es eine solche gibt, haben Fussgänger Vortritt. Durch einen entsprechenden Bodenbelag sollen die unterschiedlichen Verkehrs- und Aufenthaltsräume im Zentrum klar ersichtlich gemacht werden. Auf eine vollflächige Pflästerung des Platzes soll insbesondere aus lärmtechnischen Gründen verzichtet werden.

Markthalle bleibt ein Thema

Die Erkenntnisse aus dem Workshop werden nun anschliessend von der Arbeitsgruppe beraten, mit den Projektverantwortlichen der Appenzeller Bahnen und des Kantons Appenzell Ausserrhoden abgestimmt und dem Gemeinderat vorgelegt. Die wesentlichen Elemente sollen bereits in das Projekt Ortsdurchfahrt Teufen (ODT) der Appenzeller Bahn einfliessen und im Herbst öffentlich aufgelegt werden. Das Genehmigungsverfahren muss noch festgelegt werden. Weiterhin ein Thema ist die Idee einer Markthalle an der Gremmstrasse. Dafür müsste allerdings zuerst eine separate Vorlage ausgearbeitet werden. (pd/cal)

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