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Erdogan sieht sich als Sieger, doch seine Gegner geben sich noch nicht geschlagen

Das von der türkischen Regierungspartei AKP angeführte Parteienbündnis hat nach Teilergebnissen bei der Parlamentswahl weiterhin die absolute Mehrheit. Anders als bislang hätte die AKP aber ohne ihren neuen Bündnispartner MHP weniger als die Hälfte der Sitze in der Nationalversammlung in Ankara.
Recep Tayyip Erdogan am Sonntagmittag in einem Wahllokal in Istanbul. (Bild: Keystone/AP/LEFTERIS PITARAKIS)

Recep Tayyip Erdogan am Sonntagmittag in einem Wahllokal in Istanbul. (Bild: Keystone/AP/LEFTERIS PITARAKIS)

(sda/dpa)

Die pro-kurdische Oppositionspartei HDP übersprang nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag bei mehr als der Hälfte der ausgezählten Stimmen die Zehn-Prozent-Hürde. Sie zöge damit ins Parlament ein. Nach aktuellem Auszählungsstand von 20.00 Uhr (MESZ) erhielte die Regierungsallianz fast 350 der 600 zu vergebenen Sitze im Parlament.

Die HDP teilte via Twitter mit, auch nach den ihr vorliegen Daten habe ihre Partei die Sperrminorität überschritten und ziehe damit ins Parlament ein. HDP-Anhänger versammelten sich nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur DPA in der Kurdenmetropole Diyarbakir und feierten das Ergebnis. Bei der Präsidentenwahl lag Amtsinhaber Erdogan nach Anadolu-Angaben zunächst vorne.

Die grösste Oppositionspartei CHP und die HDP bezeichneten die von Anadolu verbreiteten Teilergebnisse als "Manipulation". Anadolu ist die einzige offizielle Quelle für Teilergebnisse. Sollte Erdogan bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag die absolute Mehrheit verlieren, müsste er am 8. Juli gegen den Zweitplatzierten in die Stichwahl.

CHP warnt vor vorzeitiger Verkündung von Erdogan-Sieg

Die grösste türkische Oppositionspartei CHP hat davor gewarnt, bei der Präsidenten- und Parlamentswahl vorzeitig einen Wahlsieger zu erklären. Die Auszählung der Stimmen sei noch lange nicht beendet, sagte CHP-Sprecher Bülent Tezcan am Sonntag in Ankara.

"Bei fehlenden Stimmen kann sich niemand zum Sieger erklären." Niemand solle sich zu früh freuen. Die Daten würden noch bis zum Morgen eingegeben. Das Endergebnis zähle, sagte Tezcan. Die Präsidentenwahl werde in eine Stichwahl gehen, zeigte er sich sicher.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu sind dagegen schon die meisten Stimmen ausgezählt. Demnach zeichnet sich ein Sieg von Präsident Recep Tayyip Erdogan ab. Die Opposition wirft Anadolu "Manipulation" vor.

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