Herzogenbuchsee

Der Verkehrsclub verlegt Sitz nach Bern

Der VCS gibt seinen Sitz in der Gemeinde Herzogenbuchsee auf und zieht nach Bern. Gemeindepräsidentin Charlotte Ruf kann den Entscheid nachvollziehen.

Marco Wölfli
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Der VCS verschwindet aus Herzogenbuchsee.Archiv/Maddalena Tomazzoli

Der VCS verschwindet aus Herzogenbuchsee.Archiv/Maddalena Tomazzoli

Vor 33 Jahren gründeten mehrere Personen aus der Umgebung von Herzogenbuchsee den Verkehrsclub der Schweiz (VCS). Aus diesem Grund wurde der nationale Verbandssitz auch im Oberaargau angesiedelt. Diese Geschichte geht nun im März 2014 zu Ende. Dann löst der VCS seine Geschäftsstelle mit 26 Mitarbeitenden in Buchsi auf und bezieht sein Quartier in der Stadt Bern. Dort sind seit 19 Jahren bereits die Bereiche Politik und Kommunikation angesiedelt.

Diese Aufteilung auf zwei Standorte ist auch der Hauptgrund für den Wegzug aus dem Oberaargau, sagt Geschäftsleiter Peter Saxenhofer: «Mittlerweile machen zwei Standorte keinen Sinn mehr, sondern verursachen vielmehr einen grösseren administrativen Aufwand.» Die Geschäftsleitung des VCS habe deshalb schon länger über einen Umzug diskutiert. Laut Saxenhofer sei jetzt der richtige Zeitpunkt, weil Anfangs 2014 die Mietverträge in Herzogenbuchsee auslaufen. Trotz der langen Tradition des VCS in Buchsi sei der Entscheid ohne Emotionen gefallen, da die Gründer ja nicht mehr an vorderster Front aktiv seien, so Saxenhofer. «Die Verwurzelung mit Herzogenbuchsee ist nicht mehr so eng», stellt er klar.

Gemeinde pflegt Austausch

Auf Seite der Gemeinde wird der Abgang dennoch bedauert: «Der Weggang des VCS aus Herzogenbuchsee ist schade», sagt Gemeindepräsidentin Charlotte Ruf (SV). Schliesslich sei der Verein seit der Gründung in Buchsi beheimatet und daher mit der Gemeinde eng verbunden. Ruf kann den Entscheid aber auch nachvollziehen, weil er unternehmerische Gründe hat. Sie ist überzeugt, dass der Wegzug nichts mit den Rahmenbedingungen der Gemeinde zu tun hat: «Wir pflegen mit den ansässigen Unternehmen einen regelmässigen Austausch und haben stets eine offene Tür für Anliegen. Dass der VCS Buchsi nun verlässt hat sicher nichts mit dem Verhältnis zur Gemeinde zu tun.»

Auch Saxenhofer bestätigt, dass die Aufgabe des Verbandssitzes nichts mit der Zentrumsfunktion zu tun hat. Ausschlaggebender sei die Nähe zur Sprachgrenze und da habe Bern natürlich die besseren Karten, sagt er: «Als nationaler Verband sind wir auch auf französischsprachiges Personal angewiesen. Dies lässt sich in Bern nunmal deutlich einfacher rekrutieren als in Herzogenbuchsee.»