Kulturpreis

Holocaust-Überlebende: Heinrich-Heine-Preis für Simone Veil

Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die deutsch-französische Freundschaft hat die Politikerin und Holocaust-Überlebende Simone Veil am Montag den Heinrich-Heine-Preis entgegengenommen. Die Auszeichnung ist mit 50'000 Euro dotiert.

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Simone Veil erhält den Heinrich-Heine-Preis

Simone Veil erhält den Heinrich-Heine-Preis

Keystone

Seit ihrer Rückkehr aus dem NS-Vernichtungslager Auschwitz habe sie für die Versöhnung beider Länder gekämpft, sagte die 83-jährige Französin bei der Verleihung in Düsseldorf. Ein erneutes "Auseinanderdriften" beider Länder müsse verhindert werden.

Veil, die erste Präsidentin des Europäischen Parlaments (1979-1982), hat nach Ansicht der Jury dazu beigetragen, "Europa eine Seele zu geben".

Der alle zwei Jahre vergebene Heine-Preis ehrt "Persönlichkeiten, die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten".