Veloverkehr

In Zürich steigen nur 3,4 Prozent aufs Velo

In den Städten setzen viel zu wenige Einwohner auf das Fahrrad. Das zeigt eine neue Studie. Zu den Klassenbesten zählt Winterthur. Manchenorts könnte der Veloverkehr verdoppelt werden.

Maja Briner
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In Winterthur ist das Velo ein beliebtes Verkehrsmittel. HO

In Winterthur ist das Velo ein beliebtes Verkehrsmittel. HO

Das Potenzial des Veloverkehrs ist in den meisten Agglomerationen noch längst nicht ausgeschöpft. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Zwischen den einzelnen Städten gibt es jedoch grosse Unterschiede.

In Zürich sind es 3,4 Prozent, in Bern 5,5 Prozent und in Basel 7,5 Prozent. Gleichzeitig werden im St. Galler Rheintal und in Burgdorf mehr als 13 Prozent aller Etappen der Einwohner mit dem Velo zurückgelegt. Schlusslichter sind Lugano und Lausanne mit weniger als 1 Prozent, wie die Schweizerische Vereinigung der Verkehrsingenieure und Verkehrsexperten (SVI) gestern mitteilte. In vielen Städten wäre mehr möglich, wie die Studie des SVI zeigt. In Zürich, Baden-Brugg, Genf, Thun und vielen anderen Agglomerationen könnte die Velonutzung mit den in der Schweiz bewährten Fördermassnahmen noch um 20 bis 100 Prozent gesteigert werden. Diejenigen Städte mit dem grössten Nachholbedarf – zum Beispiel Freiburg, La Chaux-de-Fonds, Lausanne und Lugano – könnten den Veloverkehr mehr als verdoppeln.

Die heute «klassenbesten» Agglomerationen – unter anderem Burgdorf, Winterthur, Chur und Biel – können die Velonutzung mit den bisherigen Massnahmen hingegen nur noch wenig steigern. Hier brauche es Mut für neue, innovative Fördermassnahmen wie Veloschnellrouten, heisst es in der Medienmitteilung. Ungünstige Rahmenbedingungen wie zum Beispiel viele steile Strassen sollten durch spezifische Massnahmen – etwa die Förderung von E-Bikes – kompensiert werden. (Sda)