Langenthal

Warum die Langenthaler jetzt auch einen See haben

Es ist wieder soweit. Langenthal hat wieder Wasser in der Marktgasse. Der Grund: Das zehntägige Jubiläumsanlass «beleben» ist offiziell eröffnet worden.

Tobias Granwehr
Drucken
Teilen

Ein Fisch schwimmt bereits im See, als um 18 Uhr Dutzende Besucher um das künstliche angelegte Gewässer in der Langenthaler Marktgasse sitzen. Es ist der offizielle Auftakt zum Jubiläumsanlass «beleben» im Rahmen der 1150-Jahr-Feier der Stadt. «Ihr werdet in den nächsten zehn Tagen das Stadtzentrum beleben», sagte Markus Bösiger zu den Besuchern. Er ist OK-Präsident der Jubiläumsfeierlichkeiten. Die Jugend solle einen wichtigen Teil einnehmen während des Festes. Dies vor allem am Kinderumzug durch die Stadt am Samstag, 2. Juli. «Ich freue mich speziell auf gutes Wetter, eine friedliche Stimmung und belebende Begegnungen», sagt Bösiger.

Lässig, wenn Kinder baden dürften

Etwas abseits des Geschehens rund um den See steht Lena Gafafer aus Melchnau. Die junge Frau hatte in Langenthal einen Termin und will sich nun selbst ein Bild vom See im Zentrum machen. «Es ist speziell», sagt sie. «Es ist eine schöne Idee, wenn der See wirklich zu einem Treffpunkt wird.» Die Organisatoren hätten sich etwas einfallen lassen. Für Kinder wäre es lässig, wenn sie im See baden könnten, sagt Gafafer - zudem dürfte es noch mehr Blumen rund um den See haben.

Dann folgt ein Kurztheater aus der Feder des Schriftstellers Pedro Lenz. Es nimmt die Besucher mit auf eine Reise ins Jahr 1808 zum Langenthaler Dorfoberhaupt Johann David Mumenthaler. Er unterhält sich mit Pfarrer Friedrich Rüttimeyer über den Philosophen und Satiriker Andreas Dennler. Im zweiten Teil sieht man Mumenthaler und Dennler, wie sie sich 2011 hoch oben über dem See - im Himmel - über das heutige Langenthal unterhalten. Stadtchronist Simon Kuert fungiert als Erzähler, Musikschulleiter Rainer Walker als musikalischer Begleiter.

Das zehntägige Stadtfest ist somit offiziell eröffnet. Bis spät in die Nacht hinein gibt es verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten. Daran wird es in den kommenden Tagen bestimmt nicht mangeln. Bloss der Fisch dürfte etwas am Hungertuch nagen.