Welttag des Buches

Was das Lesen für die Limmattaler bedeutet

Jedes Jahr am 23. April wird weltweit der UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts gefeiert. Dieser Tag soll auf die Bedeutung des Lesens, der Bücher und die Kultur des geschriebenen Wortes aufmerksam machen. Regelmässiges Lesen hat viele Vorteile: So wird die Fantasie, Kreativität und Sprachkompetenz gefördert sowie das Vokabular erweitert. Ausserdem bieten Bücher die Möglichkeit, in eine andere Welt einzutauchen und sich zu erholen. Seit 1996 ist der Welttag des Buches von Bedeutung. Was bedeutet das Lesen für Sie?

Christoph Merki
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welttag des buches
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Seceka Pulanthiran, 20, Schlieren: «Bücher haben für mich eine grosse Bedeutung, Lesen ist mein grösstes Hobby. Dabei habe ich gerne ein Buch in der Hand. Englische Bücher lade ich mir aber aus dem Internet herunter, weil es einfach billiger ist. Ausserdem ist ein Tablet praktischer für unterwegs, ein Buch ist hingegen für die Entspannung besser geeignet.»
George Ilter, 37, Schlieren: «Ein Buch riecht schon anders, man kann es in der Hand halten und die Geschichten oder das Geschriebene im Allgemeinen hat in der gedruckten Version eine intensivere Wirkung. Meist lese ich verschiedene Bücher gleichzeitig, springe vom einen zum anderen. Insgesamt stehen bei uns sicher über 1000 Bücher im Regal.»
Derek Richard, 50, San Francisco: «Im Allgemeinen lese ich viel über das aktuelle Tagesgeschehen und über Sport, jedoch fast ausschliesslich online. Vor allem zu Hause in den USA sehe ich immer weniger Leute mit Büchern herumlaufen, hier in der Schweiz gibt es eindeutig mehr davon. Ich persönlich glaube nicht an die Zukunft des gebundenen Buches.»
Esther Saldutto, 75, Birmensdorf: «Ich gehe viel in die Bibliothek. Zwar habe ich auch schon einen E-Reader ausprobiert, aber es ist nicht das Gleiche. Vor allem Bücher über die Psyche finde ich spannend, billige Literatur ist nichts für mich, es muss etwas sein, das die Welt bewegt.»
Andreas Lakatos, 51, Unterengstringen: «In den Büchern, die ich lese, steht viel Lehrreiches. Es sind Sachbücher von Autoren, die auf ihrem Gebiet Experten sind. Wir streicheln das Smartphone den ganzen Tag schon genug, da ist ein Buch angenehmer als ein E-Reader, das gedruckte Wort und die Finger auf dem Papier liegen mir näher.»
Tamara Pizzi, 38, Schlieren: «Für mich ist ein Buch eine Tür zu mir selbst, das Schönste was es gibt eigentlich. Es kann Emotionen freisetzen, man kann es fühlen und riechen. Ich lese gerne schwere Literatur, auch mal einen melancholischen Roman. Manchmal ist das Lesen vielleicht auch eine Art Flucht.»
Luka Barbaric, 24, Spreitenbach: «Ich lese gerne Bücher über die menschliche Psyche. Dabei geniesse ich die Ruhe beim Lesen eines Buches, und das allein sein. Mit einem Buch hat man etwas in der Hand, das einem gehört. Da kann ich Markierungen machen oder auch mal eine Seite rausreissen.»
Hans Dieter Egger, 72, Dietikon: «Mindestens vier Tageszeitungen stehen bei mir täglich auf dem Programm, Bücher hingegen lese ich selten. Ich nehme mir zwar immer vor, mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen, komme aber nicht dazu. Eines, das ich schon lange zu Ende lesen will, ist «Mein Kampf», auch von solcher Literatur kann man lernen.»
Kosi Rubin, 68, Dietikon :«Ich lese sehr viel und gerne. Das Lesen hat mir schon das ganze Leben lang Spass bereitet. Neue Bücher kaufe ich zwar nicht mehr, denn ich finde in meinem Fundus immer etwas, das ich nochmals lesen möchte. Im Gegensatz zu einem Film, kann ich bei einem Buch die eigene Fantasie spielen lassen.»

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Christoph Merki