«+41» / TeleZüri

Reportage
Viel Budget und gestresste Kunden: Hinter den Kulissen eines Sonntagsverkaufs im Einkaufszentrum Glatt

An einem Sonntagsverkauf vor Weihnachten hat es im Einkaufszentrum Glatt bis zu 50’000 Besucherinnen und Besucher. Vom Geschäftsführer über den Sicherheitschef bis zum Hausmeister, sie sind während des Sonntagsverkaufs besonders gefordert, auch weil die Leute vor Weihnachten gestresster sind. Wir schauen hinter die Kulissen des Glatt.

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Wenn es überall leuchtet, blinkt und die Einkaufstaschen voll sind, dann ist wieder Weihnachtszeit im Einkaufszentrum Glatt im Kanton Zürich. «Es ist die emotionalste Zeit des Jahres», sagt Rageth Clavadetscher, Geschäftsführer des Einkaufszentrums gegenüber dem Reportagemagazin «+41». Darum sei auch der grösste Teil des Budgets für die Weihnachtszeit vorgesehen. Bis zu 50'000 Besucher strömen zu dieser Zeit an einem Sonntagsverkauf ins Zentrum – das ist doppelt so viel, wie an einem durchschnittlichen Tag.

Darum muss auch für die Sicherheit im Zentrum gesorgt sein – dafür ist Marc Tobler, Leiter Sicherheit, zuständig. sagt er, dass die Kunden zu dieser Jahreszeit besonders gereizt und gestresst seien. «Da kommen viele Faktoren zusammen», sagt er gegenüber dem Reportagemagazin. Die Besucher seien vielleicht bereits vom Verkehr gestresst, müssen in letzter Minute noch ein Geschenk besorgen oder finden dieses nicht.

Teamwork hinter den Kulissen

Während die Besucher dem weihnachtlichen Konsum frönen, wird im Hintergrund alles überwacht. Dafür sind über 130 Kameras im Einsatz. wie Dominik Trottmann, Leiter des Betriebs, weiss. Die Überwachung sei besonders am Weihnachtssonntagsverkauf wichtig. «Wir haben viel mehr Frequenzen und müssen die Kundenströme so steuern, dass es keine Friktionen gibt», so Trottmann.

Insgesamt sind 2000 Mitarbeiter eingespannt in den Betrieb des Einkaufszentrums. Einer davon ist der Leiter des Gebäudeservices, Antonio Aiello. Während der Weihnachtszeit häufen sich auch bei ihm die einen oder anderen Überstunden, wie er sagt. «Jeder Tag ist anders und jeden tag gibt es eine neue Herausforderung zu meistern.» Er hat unter anderem auch die Verantwortung über die Weihnachtsdekoration, die in 18 Metern Höhe an einer Hohldecke befestigt ist.

Ohne solche aufwendigen Dekorationen, Marketing- und Weihnachtsaktionen laufe heute nichts mehr, sagt der Geschäftsführer Clavadetscher. «Es braucht heute viel mehr, dass die Leute überhaupt kommen.» Den Erfolg messe er an den jeweiligen Einkaufstaschen, die die Kunden mit sich tragen. «Wenn wir Kunden mit Taschen sehen, wissen wir, dass sie eingekauft haben.» (gue)

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