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Verwandlung
«Bin gerne ein Mann, aber auch gerne eine Hollywood-Diva»: Warum dieser Basler als Drag Queen auf der Bühne steht

Über den Tag arbeitet der Basler Jouko im Gesundheitswesen – in der Nacht ist er als «Odette Hella'Grand» auf der Bühne anzutreffen, eine der bekanntesten Travestie-Künstler der Schweiz. Warum Drag mehr als ein Hobby für Jouko ist und wie seine Eltern auf sein Outing reagierten, erzählt er im Video.

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Dramatische Augenbrauen, pompöse Haare, funkelnde Klunker: Der Basler Jouko ist eine Drag Queen. Regelmässig verwandelt er sich in «Odette Hella'Grand» und tritt in Clubs und Bars in Basel oder Zürich auf. Allein für sein Gesicht benötigt Jouku bis zu 50 Minuten. Über seine Motivation sagt er:

«Ich bin gerne ein Mann, aber ich bin auch gerne eine Hollywood-Diva.»

Das kann nicht jeder verstehen. Anfeindungen erlebt Jouku regelmässig. Ihm sei schon ins Gesicht gespuckt worden oder vor die Füsse, erzählt er. Böse Worte würden ihm nachgerufen. Doch der Basler nimmt diese Art von Attacken gelassen: «Nicht jeder muss es akzeptieren.»

Angefangen hat Jouku ganz klein. Da sei er bereits dankbar für eine Flasche Prosecco als Bezahlung pro Auftritt gewesen. Doch mittlerweile läuft Joukos Sidebusiness ziemlich erfolgreich, «Odette Hella'Grand» zählt zu den bekanntesten Travesti-Künstlern der Schweiz: «Heute muss man ordentlich in die Tasche greifen», sagt er stolz. (sam)

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