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13 Jobs betroffen: Luzerner Kantonalbank schliesst zwei Filialen

Ende 2020 wird die Filiale in Schönbühl geschlossen, ein Jahr später jene in Emmenbrücke-Sprengi. Die 13 betroffenen Angestellten sollen intern weiterbeschäftigt werden. Derweil verzeichnet die LUKB ein markantes Plus im Zinsengeschäft.
Maurizio Minetti
Fällt dem Umbau zum Opfer: LUKB-Filiale in Schönbühl. (Bild: PD)

Fällt dem Umbau zum Opfer: LUKB-Filiale in Schönbühl. (Bild: PD)

Seit sechs Jahren hat die Luzerner Kantonalbank (LUKB) keine Filiale mehr geschlossen. Damals wurde der Sitz im Emmen Center in eine Automatenbank umgewandelt. Nun ist es bald wieder so weit: Die Zweigstelle in Luzern-Schönbühl wird per Ende 2020 aufgegeben, jene in Emmenbrücke-Sprengi geht ein Jahr später zu. Bis dann wird das Luzerner Filialnetz der LUKB auf 23 Standorte geschrumpft sein. In Schönbühl sind heute sechs Personen tätig, in der Sprengi sieben. Die Bank zeigt sich überzeugt, dass man den betroffenen Angestellten neue Jobs wird anbieten können, sagte CEO Daniel Salzmann am Dienstag anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen.

Die Schliessungen begründet die Bank mit der rückläufigen Nachfrage: Die Bargeld-Transaktionen an den Schaltern seien allein in den letzten zwölf Monaten um rund 10 Prozent zurückgegangen. Salzmann hatte bereits Anfang Jahr im Interview mit unserer Zeitung deutlich gemacht, dass die Bank diesem Trend begegnen müsse. Weitere Schliessungen seien aber sowohl in der Stadt als auch auf dem Land nicht geplant, sagte er am Dienstag.

Ist nach dem neuen Konzept umgebaut worden: LUKB-Filiale in Schüpfheim. (Bild: PD)

Ist nach dem neuen Konzept umgebaut worden: LUKB-Filiale in Schüpfheim. (Bild: PD)

Künftig soll es mehr Filialen geben, die bargeldlos funktionieren und auf Beratung fokussiert sind. Den Umbau der Zweigstellen treibt die Bank seit letztem Jahr voran. Bereits in Betrieb sind die beiden Pilot-Standorte Schüpfheim und Sempach. Hochdorf befindet sich aktuell im Umbau, Kriens startet im Oktober 2019 damit. Der Hauptsitz an der Pilatusstrasse soll zu einer Art «Flagship-Store» ausgebaut werden. Dieses neue Konzept sei in den beiden zu schliessenden Filialen betriebswirtschaftlich nicht umsetzbar, heisst es.

Nicht ausschliessen will die LUKB ferner eine Reduktion der Zahl der Bancomaten. «Auch hier gehen die Bezüge seit zwei Jahren zurück», sagte Finanzchef Marcel Hurschler. Bei den Einzahlungen über Bancomaten verzeichne man hingegen noch eine Zunahme.

Parallel zum Umbau der Filialen reorganisiert die Bank ihre Struktur. Ab 2020 sollen die aktuell acht Regionen neu in drei Marktbereiche zusammengelegt werden, die von Luzern, Emmenbrücke und Sursee aus geführt werden. Für die Kunden soll sich dabei nichts ändern, intern erwartet die Bank dadurch aber Effizienzgewinne.

Das Filial- und Bancomat-Netz der LUKB. (Bild: PD).

Das Filial- und Bancomat-Netz der LUKB. (Bild: PD).

Prognose für Gesamtjahr erhöht

Im ersten Halbjahr hat die Bank den Ertrag und den Reingewinn gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Geschäftsertrag erhöhte sich im ersten Semester um 1,9 Prozent auf 248,3 Millionen Franken. Der wichtigste Ertragspfeiler, das Zinsengeschäft, steuerte einen Nettoerfolg von 174,5 Millionen dazu bei, was einem Anstieg um 5 Prozent entspricht.

Dieser Anstieg ist angesichts des Tiefzinsumfelds aussergewöhnlich. Vergleichbare Banken verzeichneten im ersten Halbjahr rückläufige oder stagnierende Zinseinnahmen. CFO Marcel Marcel Hurschler sagte dazu, ihm sei keine vergleichbare Bank bekannt, die im Kerngeschäft so stark zulegen konnte. Zwar leide auch die LUKB unter der Margenerosion, doch man kompensiere diesen Umstand mit dem Erfolg aus dem Tresorerie- und Absicherungsgeschäft.

Auch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verzeichnete einen Anstieg des Erfolgs, um 3,8 Prozent auf 48,8 Millionen. Zurück ging hingegen der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, und zwar um 20 Prozent auf 14,1 Millionen. Grund dafür war unter anderem die gesunkene Nachfrage von Kunden nach Fremdwährungsprodukten. Der übrige ordentliche Erfolg ging um knapp 15 Prozent auf 10,9 Millionen Franken zurück. Unter dem Strich resultierte im ersten Halbjahr ein um 0,7 Prozent auf 100,5 Millionen gestiegener Konzerngewinn.

Die Bilanzsumme nahm gegenüber Ende 2018 um 3,6 Prozent auf 40,2 Milliarden zu. Die Kundenausleihungen erhöhten sich dabei um 4,2 Prozent auf 32,0 Milliarden. Davon entfielen 27,8 Milliarden auf Hypotheken. Die verwalteten Kundenvermögen beliefen sich auf 30,4 Milliarden und damit auf 6,0 Prozent mehr als noch Ende 2018.

Für den Rest des Jahres zeigt sich das Management zuversichtlich, und es korrigiert seine Gewinnziele nach oben. Sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten würden, strebe man für 2019 ein leicht höheres operatives Ergebnis als 2018 an. Es werde ein Konzerngewinn in der Bandbreite von 199 bis 205 Millionen Franken nach zuvor 195 bis 203 Millionen erwartet.

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