Däniken
140 neue Arbeitsplätze in Däniken

Gute Nachrichten in schlechten Zeiten: Die Tobler Haustechnik AG richtet ihr neues Zentrallager im ehemaligen Paketpostzentrum in Däniken ein. Dies bedeutet für die Region 140 neue Arbeitsplätze (Logistik und Fachkräfte) auf Anfang 2010.

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Däniken Tobler Haustechnik AG

Däniken Tobler Haustechnik AG

Solothurner Zeitung

Cornelia Nussbaum

«Ich bin überglücklich, dass diese Ansiedlung geklappt hat», sagt Dänikens Gemeindepräsident Gery Meier. Edgar Ballmer, der stellvertretende CEO der Tobler Gruppe und Verantwortliche der Tobler Haustechnik AG (Urdorf ZH) ist ebenfalls zufrieden: «Unter der Führung der Gemeinde haben alle an einem Strick gezogen.»

Damit sind die Post, die SBB, der Kanton Solothurn und die Gemeinde Däniken gemeint. Diese hätten zusammen, so stimmt auch Meier zu, grosse Anstrengungen unternommen, dass dieses Projekt innert kürzester Zeit umgesetzt werden konnte.

Ein grosser im Markt

Die Tobler Haustechnik AG (Urdorf ZH), ein Mitglied des international tätigen Wolseley-Konzerns, zählt insgesamt 750 Mitarbeiter, die auf 39 Standorte in der Schweiz verteilt sind. Zu den Kunden zählen 5500 Installationsbetriebe sowie 1500 Haustechnik-Ingenieurbüros.

Das Sortiment umfasst 60 000 Artikel im Bereich Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung, Sanitär und Haustechnik. Die Tobler Gruppe zu der mit der Tobler System AG und der Sixmadun AG gehören, erzielte 2007/2008 einen Umsatz von rund 380 Mio. Franken. (szr)

Doch weshalb in Däniken?

Ballmer ist zuversichtlich, dass der knappe Terminplan eingehalten werden kann. «Die Hülle des ehemaligen Paketpostzentrums lassen wir bestehen.» Doch innen drin, auf rund 20 000 m2, werde einiges umgebaut und auch das Verkehrskonzept direkt um das Gebäude werde sich ändern. Der Eisenbahnanschluss wird nicht genutzt, da die einzelnen Güter zu klein und die Lieferorte meist von Schienen abgelegen seien.

Es muss also mit mehr Verkehr im Niederamt gerechnet werden. Ballmer erwartet die Baubewilligung für das «Central Distribution Center (CDC)» in den kommenden Tagen. Auch der Umbau wird der Wirtschaft gut tun: «Der Umbau kostet 22 Mio. Franken.» Davon würden auch die regionalen Handwerker profitieren können, so Ballmer. Ziel ist es, am 17. Dezember soweit fertig umgebaut zu haben, dass mit Einrichten begonnen werden kann.

«Das ehemalige Postgebäude hat für uns die ideale Grösse», erklärt Ballmer den Entscheid für Däniken. Und auch, dass der tiefe Steuersatz der Gemeinde den Entschluss positiv beeinflusst hat, kann er nicht abstreiten. Also hat sich die Steuersenkung 2007 von 123 auf 50 Prozent für juristische Personen gelohnt. Gery Meier erwähnt aber auch die von ihm geleitete Projektgruppe Standort- und Wirtschaftsförderung Däniken und den neuen Internetauftritt der Gemeinde.

Wandel für die Mitarbeitenden

Die bisherigen regionalen Logistikstandorte von Tobler in Crissier, Sargans und Oberentfelden werden im 2010 geschlossen. Münchenbuchsee und Winterthur werden weiterhin als Verteilplattformen genutzt. Tobler möchte möglichst viele Mitarbeiter aus den heutigen Standorten nach Däniken mitnehmen.

Für viele Logistik-Mitarbeitende steht jedoch ein einschneidender Wandel an. Ballmer geht davon aus, dass viele der Angestellten in Oberentfelden an den neuen Arbeitsort pendeln werden. Mitarbeiter aus Crissier und Sargans würden eventuell ins Niederamt ziehen.