Kriminalität
ABB: Britische Strafbehörden eröffnen Untersuchung wegen Bestechung und Korruption

In Grossbritannien laufen Ermittlungen gegen eine ABB-Tochter wegen Bestechung und Korruption. Das Unternehmen zeigt sich kooperativ.

Drucken
Eingang des ABB-Gebäudes in Zürich (Archiv)

Eingang des ABB-Gebäudes in Zürich (Archiv)

Keystone

Die britische Strafverfolgungsbehörde SFO (Serious Fraud Office) hat eine Untersuchung gegen ABB wegen Bestechung und Korruption eingeleitet. Diese richte sich gegen die britischen ABB-Tochtergesellschaften, deren Kadermitarbeiter, Angestellte und Bevollmächtigten, heisst es in einer am Freitag auf der SFO-Internetseite veröffentlichten Mitteilung.

ABB kooperiere vollumfänglich mit den Behörden, teilte der Konzern am Freitagnachmittag in einer Stellungnahme mit. ABB habe nach Abschluss einer internen Untersuchung selbst die US-amerikanische SEC, das US-Department of Justice und das SFO über irreguläre Beziehungen mit und Zahlungen an Unaoil unterrichtet.

Das Unternehmen vertrete eine Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Korruption und halte an den höchsten Standards hinsichtlich der Integrität und ethischer Geschäftspraktiken fest, betonte ABB. Die Untersuchung steht laut der SFO-Mitteilung im Zusammenhang mit einem seit längerem laufenden Verfahren gegen die Gesellschaft Unaoil mit Sitz in Monaco.

Das Unternehmen war bereits vor einiger Zeit in die Schlagzeilen geraten und seit Juli 2016 ermittelt das SFO gegen die Beratungs-Firma. Gemäss Medienartikeln wird Unaoil vorgeworfen, als Vermittler von Schmiergeldzahlungen bei Öl-Kontrakten und Industrieaufträgen gedient zu haben.