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ABB macht auf grün – und baut die grösste Batteriefabrik Europas

Der Industriekonzern steigt ins Batteriegeschäft für den Schwerverkehr ein.
Sébastian Lavoyer
ABB-Techniker in der Fertigung: Der Konzern drängt ins Batterie-Geschäft. (Bild: ABB)

ABB-Techniker in der Fertigung: Der Konzern drängt ins Batterie-Geschäft. (Bild: ABB)

Die grüne Welle ist über die Schweiz geschwappt. Das wurde nach den nationalen Wahlen vom 20. Oktober auch dem letzten Klima-Zweifler bewusst. Die Grünen und die GLP eroberten auf einen Schlag 26 neue Sitze in National- und Ständerat. Das Bewusstsein für die Umwelt hat die Masse erreicht. Der Kampf gegen die Klimaerwärmung wird eine neue Priorität geniessen. Zentral dabei: die Reduktion der CO2-Emissionen. Da öffnen sich neue Märkte, gerade im Bereich E-Mobilität. Nicht nur für Stromproduzenten und Fahrzeugbauer, sondern auch für die Anbieter von Batterien.

Es scheint, als hätte die ABB hier gerade noch den Rank gekriegt. Zwar haben im individuellen Personenverkehr längst andere die Nase vorn, aber im öffentlichen Verkehr, bei Zügen und Bussen, aber auch im Bereich Lastwagen, hat ABB ein Potenzial erkannt, das man nutzen will. Dank heftigem Paddeln in den letzten zwei Jahren, so könnte man es umschreiben, scheint der schwedisch-schweizerische Industriekonzern die Welle gerade noch zu erwischen.

Am Donnerstag eröffnete die ABB in Baden ihre erste Produktionsstätte für Energiespeicherlösungen. Einfacher formuliert: Der Industriemulti fasst im Batterien-Business Fuss. Wobei die Batterietechnologie, die Lithium-Ionen-Zelle der neusten Generation, noch nicht aus eigener Produktion stammt, sondern von einem der führenden Hersteller aus Japan. Das könnte sich in naher Zukunft ändern: Schon bald soll die grösste Batteriefabrik Europas in Schweden fertig sein. Gebaut von ABB und Northvolt.

Robert Itschner, Chef von ABB Schweiz, sagt: «Energiespeichersysteme sind eine Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität. Deren Ausbau ist in vollem Gang. In der Schweiz und international. Wir sind davon überzeugt, dass sie sich schneller als erwartet durchsetzen wird.» In der Schweiz kooperiert ABB eng mit dem Solothurner Busbauer Hess. Schon nächstes Jahr sollen in Zürich auf der Linie 83 nicht mehr Dieselbusse fahren, sondern Hess-Trolleybusse – mit ABB-Energiespeicher. Auch in Lausanne und Fribourg werden diese Busse schon bald unterwegs sein.

Die ABB-Batterien sollen nicht nur individuell gestaltbar sein – abgestimmt auf Strecken-Topografien und Fahrzeuge –, sondern sie sind auch besonders langlebig. Mindestens zehn Jahre sollen sie in Fahrzeugen zum Einsatz kommen, danach als Energiespeicher dienen. Letztere haben weniger hohe Anforderungen an die schnelle Ladung respektive Entladung. Zudem ist man bei ABB überzeugt, dass der Konzern in der Produktion durch den Einsatz zweier Roboter neue Standards bei Sicherheit und Qualität setzen kann. Es sollen dabei 15 bis 20 neue Arbeitsplätze entstehen.

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