Fislisbach
Abfuhr fürs Projekt Badenerstrasse

Das Strassenbauprojekt des Kantons weise Mängel auf und müsse optimiert werden, wurde die Rückweisung begründet. Auch die Schule gab noch zu reden.

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Strasse

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Aargauer Zeitung

Andreas Tschopp

Die Beschlüsse

Stimmberechtigte: 3295, davon anwesend: 266
Eingebürgert: Geetha Mathavan geb. Vijayaratnam mit Kobika, Geerththika, Saruka; Igor Senjak
Zurückgewiesen: Kredit Badenerstrasse
Genehmigt: Reduktion Abwassergebühren; Austritt aus Gemeindeverband Kreisschule Oberstufe Rohrdorferberg-Fislisbach per Ende 2009; Vertrag Gemeindeverband Schule Mellingen-Wohlenschwil 1. 1. 2010.
Leistungsvereinbarung Spitex-Verein Fislisbach-Birmenstorf, Kreditabrechnung Birmenstorferstrasse und Budget 2010.

Fislisbach tut sich schwer mit der Umgestaltung der Badenerstrasse. Die Oberfläche der Hauptverkehrsachse, die täglich von 17 000 Fahrzeugen benützt wird, muss saniert werden. Im Zuge dieser Sanierung ist auch geplant, den Bereich beim Zentrum Gugger platzartig zu gestalten, definitiv einen Mittelstreifen anzulegen bis zur Birmenstorferstrasse und auf dem Knoten vor dem Gemeindehaus einen Kreisel zu erstellen. Das vom Kanton mit der Gemeinde erstellte Projekt wurde schon mehrfach vorgestellt. Dabei wurden wiederholt Details bemängelt und auch die hohen Kosten (4,2 Millionen total für die 1. Etappe) kritisiert. Dies war auch an der mit 266 (von 3295) Stimmberechtigten sehr gut besuchten Gemeindeversammlung am Freitag nicht anders.

Wegfall der Rampe moniert

Wie Gemeindeammann Silvio Caneri einleitend erklärte, sollten die vorgesehenen baulichen Massnahmen «allen dienlich sein». Caneri betonte, dass die Sanierung des Oberbaus allein 2,4 Millionen koste, Fislisbach für 600 000 Franken dank Mithilfe des Kantons und Privater einen neuen Zentrumsplatz erhalte und der Kreisel Gemeindehaus für einen besseren Verkehrsfluss nötig sei. Hier setzte Markus Dort an. Mit dem Wegfall der Rampe zur Unterführung werde die Situation für Behinderte verschlechtert, betonte er und brachte als Sprecher einer Arbeitsgruppe für mehr Funktionalität weitere Verbesserungswünsche an. «Wir wollen den Ausbau nicht verhindern, sondern optimieren», meinte Dort. Trotz Caneris Mahnung, dass das Projekt mit einem Aufschub «nie billiger wird», wurde in der Folge Dorts Rückweisungsantrag mit 134 gegen 96 Stimmen gutgeheissen.

Wird Oberstufe «abgeschoben»?

Zu diskutieren gab eher überraschend auch der Austritt von Fislisbach aus dem Schulverband für die Oberstufe mit dem Rohrdorferberg und die Hinwendung nach Mellingen. Kritisiert wurde, dass dabei zu wenig an die Kinder, die künftig alle ab der 6. Klasse die Schule auswärts besuchen müssen, gedacht worden sei. Der Gemeinderat wolle die Oberstufe einfach nach Mellingen «abschieben» und habe sich zu wenig um deren Erhalt im Dorf bemüht, lautete der Vorwurf. Fislisbach sei bei der (nun sistierten) Schule Rohrdorf einfach «ausgebootet» worden, sagte der Gemeindeammann. Mellingen sei «kein schlechtes Los», so Caneri, zumal wenn man bedenke, was für den Erhalt der Oberstufe baulich investiert werden müsste (5 bis 9 Millionen). Mit 191 gegen 30 wurde dem Geschäft dann zugestimmt. Gutgeheissen wurde ferner der Antrag von Kurt Kaspar für eine professionellere Trägerschaft im Alterszentrum.