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ABGASSKANDAL: VW beurlaubt Cheflobbyisten

In der Affäre um ethisch fragwürdige Abgastests muss ein erster Manager bei Volkswagen den Hut nehmen: Thomas Steg, der für Aussenbeziehungen und Nachhaltigkeit des Wolfsburger Konzerns zuständig war, befindet sich seit Dienstag in den Zwangsferien.
VW gerät immer mehr unter Druck. (Bild: AP Photo/ Markus Schreiber)

VW gerät immer mehr unter Druck. (Bild: AP Photo/ Markus Schreiber)

Er werde bis zur vollständigen Aufklärung der Vorgänge von seinen Aufgaben entbunden, teilte VW-Konzernchef Matthias Müller mit. Steg habe erklärt, dass er die volle Verantwortung übernehme.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass die von VW, BMW und Daimler gegründete Forschungsanstalt EUGT 2014 Versuche an Affen durchgeführt hat, um die Unschädlichkeit von Dieselabgasen zu beweisen; zudem soll die Universität Aachen ähnliche Versuche an jungen Menschen durchgeführt haben – ebenfalls im Auftrag der EUGT. Seither kommen immer mehr dunkle Geheimnisse ans Licht. So sollen sich im Mai 2013 verschiedene Verantwortliche über die geplante Abgasstudie in den USA ausgetauscht haben – allen voran der damalige Geschäftsführer der EUGT, Michael Spallek. Zu den Adressaten soll auch der oberste Konzernlobbyist von VW, der frühere stellvertretende Regierungssprecher Steg gehört haben. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch der Konzernvorstand, an den Steg regelmässig berichtete, über die Planungen für die Tierversuche informiert war.

Ob die Spitzen der Konzerne tatsächlich Bescheid wussten, ist unklar. VW-Vorstandschef Müller kritisierte die Schadstofftests gestern als unethisch und abstossend. Die Versuche hätten mit Interessenvertretung und wissenschaftlicher Aufklärung nichts zu tun. Er bedauere, dass VW als einer der Träger der EUGT an diesen Vorgängen beteiligt gewesen sei. Jetzt gelte es die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Die Beurlaubung Stegs ist denn auch die erste personelle Konsequenz in diesem neuen, düsteren Kapitel des Dieselskandals. (gr)

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