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ADLIGENSWIL: Ringier-Druckerei: Personalvertretung plant weitere Aktionen

Die Druckerei von Ringier wird Ende 2018 definitiv geschlossen. Über 150 Mitarbeiter sind davon betroffen. Die Personalvertretung ist mit dem Sozialplan von Ringier nicht zufrieden und fordert die Rückkehr an den Verhandlungstisch.
Raphael Bühlmann
Blick auf die Ringier-Druckerei in Adligenswil. (Bild: Pius Amrein (8. November 2017))

Blick auf die Ringier-Druckerei in Adligenswil. (Bild: Pius Amrein (8. November 2017))

Raphael Bühlmann

Zumindest in einem Punkt ist man sich einig. Man wolle einen anständigen Abgang. In der Auffassung, was «anständig» heisst, liegen die Geschäftsleitung und die Personalkommission der Ringier Print Adligenswil AG aber ziemlich auseinander.

«Wir wollen einen seriös ausgearbeiteten Sozialplan», fordert Urs Häner, Präsident der Personalkommission. Die in den vergangenen Wochen an den Ringier-Verlag gestellten Forderungen seien dabei keineswegs aus der Luft gegriffen. Sie lehnen sich an die erfüllten Bedingungen bei der Schliessung der NZZ–Druckerei im Jahr 2015. Damals sah sich die NZZ ebenfalls veranlasst, ihr Druckzentrum im zürcherischen Schlieren zu schliessen.

Angezeigt ist gebührende Leistungsanerkennung

Entsprechend gefordert sind nun auch in Adligenswil Abgangsentschädigungen für sämtliche gekündigten Mitarbeiter sowie bessere Leistungen für frühzeitige Pensionierungen. Für eine Vielzahl der Betroffenen gestalte sich nämlich die Stellensuche als äusserst schwierig, betont die Personalvertretung. «Zudem wollen wir schlicht auch eine gebührende Anerkennung für das teilweise bis zu 40-jährige Engagement der Mitarbeitenden», erklärt Personalvertreter Häner weiter.

Am letzten Montag folgte dann aber die Ernüchterung. Die Ringier-Print-Geschäftsleitung gab bekannt, dass man nicht auf die gestellten Forderungen eingehen werde. Diese entsprechen nicht der «Grundhaltung der Unterstützung und Begleitung in dieser schwierigen Phase», schreibt der Medienkonzern auf Nachfrage unserer Zeitung. Eine Haltung, die wiederum bei der Belegschaft des Druckzentrums nicht gut ankommt. An der Betriebsversammlung am Donnerstag kam man zum Schluss, den Entscheid nicht zu akzeptieren. Denn statt die Arbeitnehmervertretung vor vollendete Tatsachen zu stellen, müsse die Ringier-Führung zurück an den Verhandlungstisch. «Wir bekamen auch das Mandat, an die Medien zu gelangen und weitere Aktionen vorzubereiten», hält Häner weiter fest. Man habe zudem den Auftrag, den angesetzten Termin mit der Geschäftsleitung am Montag zu nutzen, um insbesondere einen Aufschub beim Auslösen der Kündigungen zu erwirken. Weitere Massnahmen und Aktionen seien ebenfalls bereits angedacht.

Sozialplan habe sich in der Vergangenheit bewährt

Die Konzernleitung von Ringier betont auf der anderen Seite, dass man das bestehende Sozialkonzept bereits verschiedentlich angewandt habe – unter anderem bei den Schliessungen bei Swissprinters in Zofingen in den Jahren 2014 und 2015. Auf dieser Basis habe man im Austausch mit der Personalkommission in Adligenswil und den Gewerkschaften Änderungen vorgenommen, die den speziellen Rahmenbedingungen des Zeitungsdrucks Rechnung tragen würden.

Primäres Ziel des Konzeptes sei es, für alle Mitarbeitenden möglichst schnell einen ihren Eignungen entsprechenden neuen Arbeitsplatz zu finden, heisst es. Auch würden auf der Basis der Mitarbeitergespräche Weiterbildungsmassnahmen und Entwicklungsmöglichkeiten erarbeitet und angegangen.

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