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ADLIGENSWIL: Ringier spricht 151 Kündigungen aus

Der Medienkonzern Ringier hat 151 Mitarbeitenden in der Adligenswiler Druckerei gekündigt. 29 von ihnen gehen vorzeitig in den Ruhestand.
Rainer Rickenbach
Empfang von Ringier Print in Adligenswil. (Archivbild LZ)

Empfang von Ringier Print in Adligenswil. (Archivbild LZ)

Ringier schliesst seine Druckerei in Adligenswil und baut 172 Stellen ab. Es kommt zu 151 Kündigungen. Darunter sind 29 Personen, die vorzeitig pensioniert werden. Möglich seien frühzeitige Pensionierungen ab 58, erklärte Ringier-Sprecherin Manuela Diethelm auf Anfrage. Nebst ­Lösungen mit der Pensionskasse erhalten die Betroffenen eine AHV-Überbrückungsrente.

Einige der jüngeren Gekündigten dürfen sich zumindest Hoffnungen machen, in der Ringier-Druckerei von Zofingen weiterbeschäftigt zu werden. Diethelm: «Die Gespräche laufen schon.» Über hundert Festangestellte müssen sich indes nach einem neuen Job umsehen. Für sie gibt es ein Sozialkonzept. «Sein Ziel ist, für alle Mitarbeitenden möglichst schnell einen passenden neuen Arbeitsplatz zu finden», so Diethelm. Wo dies nur mit zeitlicher Verzögerung gelinge, solle das Sozialkonzept helfen, persönliche und wirtschaftliche Härten für die Betroffenen zu ­vermeiden oder zu mildern. Auch Umschulungen sind gemäss ­Diethelm ein Thema. Mit Hilfe von Personalfachleuten würden Standortbestimmungen, Weiterbildungsmassnahmen und Entwicklungsmöglichkeiten erarbeitet. Das Sozialkonzept kam schon bei früheren Stellenreduktionen im Ringier-Konzern zum Zug. Beim Konzept für Adligenswil ­bestehe aber noch Verhandlungsbedarf, wurde Urs Häner, Präsident der Personalkommission, in einer Agenturmeldung zitiert.

Weitere 21 der gekündigten Druckereiangestellten haben Arbeitsverträge, die auslaufen und nicht erneuert werden. Dabei handelt es sich etwa um ordentliche Pensionierungen oder bereits früher ausgesprochene Kündigungen. Ringier hatte Anfang ­November angekündigt, den ­Betrieb der Zeitungsdruckerei Ende 2018 zu schliessen. Diese Woche wurde bekannt, dass die Geschäftsleitung nach Abschluss des Konsultationsverfahrens nicht auf die Forderungen und Vorschläge von Personalkommission und Gewerkschaften eintritt.

Die abgelehnten Vorschläge sahen zunächst einen Weiterbetrieb vor, sodass 40 statt 172 Stellen hätten abgebaut werden müssen. Nun verlangen Personalkommission und Gewerkschaften einen Sozialplan gemäss Gesamtarbeitsvertrag.

Rainer Rickenbach

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