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Baarer Airopack weist – provisorisch – höheren Verlust aus für 2018

Der Geschäftsbericht und die definitiven Zahlen sollen im Sommer veröffentlicht werden. Auch die Generalversammlung wird verschoben.
Airopack hat einen neuartigen Pumpmechanismus für Spraydosen ohne Treibgas entwickelt. (Bild: Screenshot Airopack)

Airopack hat einen neuartigen Pumpmechanismus für Spraydosen ohne Treibgas entwickelt. (Bild: Screenshot Airopack)

(awp/lb) Die in der Nachlassstundung befindliche Airopack Technology Group hat das Geschäftsjahr 2018 wie erwartet tief in der Verlustzone abgeschlossen. Gemäss den ungeprüften Zahlen hat der Verpackungshersteller mit Holdingsitz in Baar im vergan­genen Jahr einen Umsatz von 18,8 Millionen Euro erwirtschaftet nach 21,5 Millionen im Jahr 2017. Den Betriebsverlust (Ebitda) beziffert Airopack auf 30,1 Millionen Euro (2017 waren es minus 21 Millionen). Unter dem Strich resultierte ein Nettoverlust von 56,1 Millionen Euro nach einem Minus von 40,1 Millionen im Jahr davor. Es handle sich erst um vorläufige Zahlen, betonte das Unternehmen in einer Mitteilung. Airopack musste bereits im Januar eine Gewinnwarnung aussprechen.

Wie es weiter heisst, hat die Börse SIX Airopack einen Aufschub für die Publikation des ­Geschäftsberichts bis zum 1. Juli 2019 gewährt. Dann werde das Unternehmen auch eine Revision seines Halbjahresberichts 2018 vorlegen. Auch die auf den 25. Juni angesetzte Generalversammlung wird nun verschoben, neu soll sie am 7. August stattfinden.

Erhebliche Buchhaltungsmängel

Als Grund für die Verschiebung der Ergebnisse für 2018 nennt Airopack die provisorische Nachlassstundung durch das ­Zuger Kantonsgericht. Die Firma musste Mitte Januar erhebliche Buchhaltungsmängel bekannt­geben – so war der Umsatz zu hoch ausgewiesen worden, wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in einer Untersuchung festgestellt hatte. In der Folge erhielt Airopack von seinen Kreditgebern keine Refinanzierung für die gesamte Gruppe. Um deren Rechte zu schützen, hat sich der Verwaltungsrat entschieden, eine provisorische Nachlassstundung zu eröffnen. Weiter würden rechtliche Schritte gegen das frühere Management vorbereitet, teilte Airopack im Februar mit. PwC kam weiter zum Schluss, es müssten bestimmte Verkaufs- und Buchhaltungspraktiken aus der Vergangenheit vertieft untersucht werden.

Airopack hat einen neuartigen Pumpmechanismus für Spraydosen ohne Treibgas entwickelt. Für das Produkt waren bekannte Abnehmer gefunden worden, etwa die Konsumgüterriesen Procter & Gamble mit der bekannten Marke Gillette (Rasierschaumdosen) und Unilever mit den Rexona-Spraydeodorants.

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