Detailhandel
Aldi und Lidl eröffnen den ­Preiskampf in den Stadtzentren

Die Expansion der deutschen Discounter in teure Innenstadtlagen bringt das lukrative Geschäft von Migros, Coop und Denner mit Convenience-Shops in Bedrängnis.

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Lidl legte mit 9 Prozent mehr Umsatz im letzten Jahr am meisten zu. Damit halten die beiden deutschen Discounter Aldi Suisse und Lidl zusammen einen Marktanteil von 2,8 Prozent.

Lidl legte mit 9 Prozent mehr Umsatz im letzten Jahr am meisten zu. Damit halten die beiden deutschen Discounter Aldi Suisse und Lidl zusammen einen Marktanteil von 2,8 Prozent.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

«Wenn Lidl und Aldi in die Innenstädte drängen, wird das sicher weiteren Druck auf die Preise geben», sagt Migrolino-Chef Markus Laenzlinger gegenüber der SonntagsZeitung. «Davon sind die normalen Supermärkte und zum Teil auch Convenience-Anbieter wie wir tangiert.» Fredy Hasenmaile, Immobilienspezialist für den Handel bei der Credit Suisse, sagt: «Die Preise ­werden tendenziell fallen, weil sich die Discounter preislich am unteren Rand bewegen werden.»

Bis anhin konnten Migros und Coop in den Innenstädten ungestört expandieren. Sie drängten in den letzten Jahren mehr und mehr mit ihren kleinflächigen Convenience-Shops Migrolino, Coop Pronto und Coop to go in die Zentren. Jüngst wurde jedoch bekannt, dass nun auch die deutschen Discounter, Aldi und Lidl im Herzen Zürichs Filialen eröffnen. ​Weitere Städte werden folgen.​