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Steueraffäre: Anklage gegen Alexander Studhalter fallengelassen

Im Verfahren gegen den Luzerner Investor Alexander Studhalter, der Anfang des Jahres über mehrere Wochen in Südfrankreich in Untersuchungshaft sass, sind sämtliche Anklagepunkte aufgehoben worden. Die bezahlte Kaution wird ihm zurückerstattet.
Gregory Remez
Verfahren vom Tisch: Alexander Studhalter beteuerte stets seine Unschuld - ein Berufungsgericht gab ihm nun recht. (Nadia Schärli, Luzern, 1. Dezember 2017)

Verfahren vom Tisch: Alexander Studhalter beteuerte stets seine Unschuld - ein Berufungsgericht gab ihm nun recht. (Nadia Schärli, Luzern, 1. Dezember 2017)

Alexander Studhalter darf aufatmen. Wie sein Anwalt Stefan Wehrenberg gestern mitteilte, sind im Verfahren gegen den Luzerner Treuhänder sämtliche Anklagepunkte fallen gelassen worden. Studhalter habe während des Verfahrens in Südfrankreich stets betont, dass er unschuldig sei. Mit dem Urteil habe nun auch das Berufungsgericht von Aix-en-Provence (Chambre de l’instruction) anerkannt, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe falsch gewesen seien, heisst es in der Mitteilung.

Das Gericht habe das Verfahren als nichtig erklärt. Die von Studhalter bezahlte Kaution von 5 Millionen Euro werde zurückerstattet und sämtliche Restriktionen aufgehoben. Damit sei bewiesen, dass der Investor kein Strohmann des russischen Oligarchen Suleiman Kerimow ist.

Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung

Der Grossaktionär der Highlight Event and Entertainment AG (HLEE) war am 12. Januar dieses Jahres bei einer Einvernahme durch den Untersuchungsrichter in Nizza in Untersuchungshaft gesetzt worden. Erst nach sieben Wochen wurde er aus dieser entlassen. Ihm wurde Beihilfe zur Steuerhinterziehung und zur Geldwäscherei im Zusammenhang mit dem Kauf einer Villa in Cap d’Antibes an der Côte d’Azur vorgeworfen – als Strohmann des russischen Oligarchen Suleiman Kerimow soll er Schwarzgeld in der Höhe von 92 Millionen Euro bezahlt haben.

Seine Anwälte kritisierten das Vorgehen der französischen Justiz scharf. Er sei ohne Vorliegen von juristisch haltbaren Gründen festgehalten worden. Die Haftgründe der Verdunkelungs- und der Fluchtgefahr seien absolut irrational, habe sich Studhalter in dem seit mehr als drei Jahren andauernden Verfahren doch stets den Justizbehörden gestellt. Auch Studhalters langjähriger Geschäftspartner Kerimow war im vergangenen Dezember in Nizza vorübergehend verhaftet worden. In seinem Fall setzte die französische Justiz die Kaution auf 40 Millionen Euro fest.

Studhalter und Anwälte erfreut über das Urteil

Studhalter und seine Anwälte zeigten sich erfreut über das Urteil. Es ermögliche, heisst es in der Mitteilung von gestern weiter, seinen guten Ruf wieder herzustellen, nachdem seine Glaubwürdigkeit durch die öffentliche Beschuldigung und die Untersuchungshaft untergraben worden sei.

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