Green
«Alles wunderbare Optionen»

Die Firma Green.ch kündigt den Neubau eines Data-Centers im Industriequartier Lupfig an. Das beanspruchte Areal hat die Grösse von mehreren Fussballfeldern, das gesamte Bauvolumen beträgt 236 500 m3. Damit realisiert die Firma Green.ch einen markanten Entwicklungsschritt.

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Zur Verfügung gestellt

Von Peter Belart

Es handelt sich um das grösste bewilligte Projekt seiner Art in der Schweiz. Mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Franken, die Hälfte davon für die Gebäudehüllen, setzt Green.ch einen neuen Schwerpunkt in das Lupfiger Industriequartier. In unmittelbarer Nähe von grösseren Industriekomplexen (Amag, Suhner, Hiestand, Antalis) und von der Bahnstation Lupfig entsteht ein neues Data-Center, das höchsten Sicherheitsansprüchen genügt, und zwar sowohl in baulicher als auch in betriebstechnischer Hinsicht.

«Der Standort für ein solches Unterfangen ist optimal», betont Green-CEO Adrian Schlund. Er spricht dabei von der geografisch zentralen Lage im Dreieck Zürich-Bern-Basel, die auch für Kunden aus den wichtigen Regionen Luzern, Zug oder Winterthur gut erreichbar ist. Weiter verweist er auf die unmittelbare Nähe der Verkehrsachsen und der hauptsächlichsten Kommunikationsstränge sowie auf die Versorgungssicherheit mit Energie.

Das Gebiet liegt ausserhalb möglicher Gefahrenzonen wie Flüssen oder Seen - ein wichtiges Argument für die lückenlose Versorgung mit den Green-Dienstleistungen. Und schliesslich fällt der Umstand ins Gewicht, dass hier «auf der grünen Wiese» gebaut werden kann und keine Drittbauten die Planung beeinflussen.

Gute Marktaussichten

Das Entwicklungspotenzial der Firma Green.ch ist beträchtlich. Gemäss jüngsten Untersuchungen verfügen immer noch 41% der Schweizer Firmen nur über ein einziges oder gar kein eigenes Data-Center, ein Umstand, der beträchtliche Risiken birgt, zum Beispiel bei längeren Stromausfällen oder anderen Störungen.

In diesem Zusammenhang sind auch die rasante technische Entwicklung, die erhöhten Sicherheitsanforderungen sowie die Energiebilanz zu nennen, die bei einer Konzentration auf einen Standort wesentlich günstiger aussieht, als wenn jede Firma ihr eigenes Betriebssystem unterhält. Adrian Schlund fasst seine Überlegungen zusammen und ist überzeugt: «Das sind alles wunderbare Optionen.»

green.ch

Die Firma bezeichnet sich selber als Informatik-Anbieter («Internet-Provider»). Sie spricht in erster Linie KMU-Betriebe sowie anspruchsvolle Heim-User in der Schweiz an, ist jedoch auch im europäischen Raum und in China mit Niederlassungen in Schanghai und Peking aktiv. In über 80 Ländern tritt Green.ch als Partner von mehr als 100 000 Kunden auf, wobei den sehr grossen Kapazitäten des firmeneigenen Netzwerks erhebliche Bedeutung zukommt. Green.ch beschäftigt gegenwärtig rund 100 Mitarbeitende. Mit Bezug des neuen Standorts könnte sich das Angebot an Arbeitsplätzen verdoppeln. (pbe)

«Wir sind stolz»

In gleichem Sinne äussern sich Architekt Walter Tschudin und der Lupfiger Gemeindeammann Richard Plüss. Tschudin verweist im Besonderen auf den hohen ökologischen Standard, den das Projekt erfüllt. Dazu sind auch die Photovoltaik-Anlage, die Verwendung der Abwärme und der Einsatz von umweltschonenden Materialien zu zählen.

Plüss hebt positiv den Ablauf der Vorgespräche hervor. Es sei ungewöhnlich, dass die Gemeinde von der Bauherrschaft schon begrüsst wird, bevor die Pläne ausgearbeitet werden. Damit sei der gesamte Ablauf beschleunigt worden.

Weiter betont Plüss: «Green.ch passt gut in die Lupfiger Entwicklungsstrategie, die sich auf die Ansiedlung ganz verschiedener Branchen stützt, mit erheblicher Diversifizierung der Arbeitsplätze.» Die Standortvorteile von Lupfig seien evident, sagt Plüss, und er resümiert: «Wir sind stolz auf dieses Projekt.»