Versicherungen

Allianz verdient trotz operativen Fortschritten weniger

Europas grösster Versicherer Allianz hat im ersten Halbjahr Erdbeben, Stürmen und der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko die Stirn geboten. Zwischen April und Juni kletterte das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

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Naturkatastrophen wie der Orkan «Xynthia» schlugen mit hohen Belastungen zu Buche.

Naturkatastrophen wie der Orkan «Xynthia» schlugen mit hohen Belastungen zu Buche.

Keystone

Unter dem Strich blieb ein Überschuss von einer Milliarde Euro. Das war zwar fast die Hälfte weniger als im Vorjahreszeitraum, doch hatte die Allianz damals Sondererlöse eingestrichen. Allein der Verkauf von Aktien der chinesischen Bank ICBC brachte ihr seinerzeit fast 660 Mio. Euro.

Seinen Gesamtumsatz konnte der Versicherer im zweiten Quartal deutlich steigern um 14,5 Prozent auf 25,4 Mrd. Euro. Konzernchef Michael Diekmann sprach am Freitag in München von einem sehr guten ersten Halbjahr mit zweistelligen Wachstumsraten sowohl im Umsatz als auch im operativen Ergebnis.

Zum Start ins Jahr hatten wie bei anderen Versicherern noch Naturkatastrophen wie der Orkan «Xynthia» und das schwere Erdbeben in Chile mit hohen Belastungen zu Buche geschlagen.

Im zweiten Quartal konnte die Allianz dagegen ihre Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) im Jahresvergleich verbessern - von 98,9 Prozent auf 96,3 Prozent. Je weiter die Quote unter der Schwelle von 100 Prozent liegt, desto profitabler arbeiten die Unternehmen im Versicherungsgeschäft.