Energiekonzern
Alpiq zieht zwei Grossaufträge aus Deutschland an Land

Der Energiekonzern Alpiq (Lausanne/Olten) vermeldet den Eingang von zwei Grossaufträgen. Ein Auftrag betrifft die gebäudetechnische Ausrüstung einer neuen Windturbinen-Fertigung in Cuxhaven. Der andere der Bau eines Gasmotorenheizkraftwerks.

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In Cuxhaven entsteht eine neue Windturbinen-Fertigung. (Symbolbild)

In Cuxhaven entsteht eine neue Windturbinen-Fertigung. (Symbolbild)

Keystone

Zum einen ist es der Auftrag für die gebäudetechnische Ausrüstung einer neuen Windturbinen-Fertigung von Siemens im norddeutschen Cuxhaven. Dieser hat einen Wert von rund 44 Mio. Franken, wie Alpiq am Mittwoch mitteilte.

Bis Juni 2017 plane und realisiere Alpiq die technische Gebäudeausrüstung inklusive Gebäudeautomation und Inbetriebnahme. Siemens errichtet hier seine erste Offshore-Windturbinen-Fertigung in Deutschland. Die Anlage soll Mitte 2017 mit der Produktion beginnen.

Der zweite Grossauftrag stammt aus Kiel: Die Stadtwerke Kiel haben Mitte November den Bau eines Gasmotorenheizkraftwerks beschlossen und den Generalunternehmer Kraftanlagen München (KAM) mit der Ausführung beauftragt. Die KAM, eine Tochtergesellschaft der Alpiq, soll das Bauvorhaben als Generalunternehmer zusammen mit den Jenbacher Gasmotoren von GE realisieren.

Der Neubau umfasst ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 290 Mio. Euro, von dem «ein wesentlicher Anteil auf die Leistungen von KAM fallen wird», wie es in einer Mitteilung heisst. Die Anlage soll die Stadt Kiel ab Herbst 2018 mit Strom und Wärme versorgen.

Zukunftsweisend sei das Konzept, «moderne Gasmotoren mit moderner Speichertechnologie zu kombinieren, um Strom und Wärme möglichst flexibel erzeugen zu können». Die Anlage soll ein seit 1970 in Betrieb stehendes Kohlekraftwerk ersetzen. (sda, szr)