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ALTERSVORSORGE: Pensionskassen sind in stabiler Verfassung

Das finanzielle Polster der Pensionskassen reicht zurzeit gut aus. Diese erzielten im ersten Halbjahr eine durchschnittliche Rendite von 2,75 Prozent.
Rainer Rickenbach
Die Renten aus AHV und Pensionskasse seien künftig für viele zu tief, beklagt der Gewerkschaftsbund (SGB). (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Die Renten aus AHV und Pensionskasse seien künftig für viele zu tief, beklagt der Gewerkschaftsbund (SGB). (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Die privatrechtlichen Pensionskassen erreichten Mitte Jahr ­einen durchschnittlichen Deckungsgrad von 111 Prozent. Bei den Privatrechtlichen handelt es sich um die Vorsorgeeinrichtungen der Firmen aus der Privatwirtschaft. Ihr Deckungsgrad ist seit Jahresbeginn um minime 0,3 Prozent zurückgegangen. Das geht aus dem Halbjahresmonitoring von Swisscanto hervor.

Der Deckungsgrad macht das Verhältnis zwischen dem Vorsorgevermögen und den Verpflichtungen einer Pensionskasse deutlich. Wichtigste Verpflichtung ist die Auszahlung von Altersrenten. Bei einem Deckungsgrad von 100 Prozent ist die BVG-Vorsorgeeinrichtung in der Lage, ihre ­finanziellen Aufgaben auch in Zukunft zu stemmen. Liegt dieser Wert bei 111 Prozent wie bei den Kassen der Privatunternehmen, sind Schwankungsreserven von 11 Prozent vorhanden. Diese sind vor allem mit Blick auf die periodisch wiederkehrenden ­Absacker an den Finanzmärkten wichtig. Während der Finanzkrise vor zehn Jahren zum Beispiel sackte der Deckungsgrad der privatrechtlichen Pensionskassen von 113,7 auf 96,7 Prozent ab.

Auch die öffentlich-rechtlichen Kassen hat es damals bös ­erwischt, bei ihnen fiel der Deckungsgrad 2007 von 108,5 auf 92 Prozent. Heute verfügen die Vorsorgeeinrichtungen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden über einen Deckungsgrad von 103,3 Prozent. Ihre Schwankungsreserven sind seit Jahresbeginn leicht um ein halbes Prozent gesunken.

Rendite von 2,7 Prozent

Seit die historische Tief- und ­Minuszinsphase vor ein paar Jahren einsetzte, tun sich die Pensionskassen mit der Rendite schwer. Nach Hochrechnungen von Swiss­canto lag sie im ersten Halbjahr kumuliert bei 2,75 Prozent. Die verschiedenen Vermögensanlagen bieten ein gemischtes Bild. Eine gute Performance legten die Aktien, die Schweizer Immobilien und die Hedge Funds hin. Negative Renditen warfen hingegen die Schweizer Obligationen und die Rohstoffe ab.

Die Zahlen von Swisscanto beruhen auf Schätzungen. Als Grundlagen dienen die Angaben von 507 Vorsorgeeinrichtungen, die Vermögen von insgesamt 650 Milliarden Franken haben. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2017 gewählten Anlagestrategie. Swisscanto ist eine Tochtergesellschaft der Zürcher Kantonalbank.

Rainer Rickenbach

Entwicklung der vermögensgewichteten Deckungsgrade (Bild: Quelle: Swisscanto Vorsorge AG und Prevanto AG / Grafik: mlu)

Entwicklung der vermögensgewichteten Deckungsgrade (Bild: Quelle: Swisscanto Vorsorge AG und Prevanto AG / Grafik: mlu)

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