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Amazon prescht vor

Der US-Onlineriese sichert sich Rechte in der Schweiz. Welche Pläne der Konzern mit seinen neuen Markeneintragungen hierzulande hegt, bleibt jedoch unklar.
Benjamin Weinmann
Amazon erweitert sein nationales wie internationales Portfolio abseits des Paketversands laufend. (Bild: Archivbild: P. Semansky/Keystone (Louisville/USA, 20. November 2)

Amazon erweitert sein nationales wie internationales Portfolio abseits des Paketversands laufend. (Bild: Archivbild: P. Semansky/Keystone (Louisville/USA, 20. November 2)

In der Schweiz stellen sich die Detailhändler schon länger gebannt die Frage, welche Strategie Amazon hierzulande fahren will. Eine Kooperation für eine einfachere Verzollung ist das Online-Warenhaus mit der Schweizerischen Post bereits eingegangen. Und in Deutschland arbeitet der Kioskkonzern Valora neuerdings mit den Amerikanern zusammen.

Wie nun Recherchen unserer Zeitung zeigen, hat Amazon weitere Schritte in Richtung Schweizer Marktoffensive unternommen. Gleich drei Namen hat Amazon im Markenregister in den vergangenen Tagen registrieren lassen: Die Tochterfirma Amazon Technologies mit Sitz in Seattle sicherte sich die Rechte in der Schweiz für die Marke «Amazon Blink» und «Amazon Chime». Und das Amazon-Subunternehmen A9 mit Sitz im Silicon Valley, das auf Such- und Inserate-Technologie spezialisiert ist, registrierte den Brand «Amazon Ring».

3000 Filialen bis 2021

«Amazon Blink» stellt Systeme für Videoüberwachung her. Der Dienst «Chime» ist ein Kommunikationsservice für Videokonferenzen, Anrufe und Chats. Und hinter «Ring» dürfte sich das gleichnamige Smarthome-Start-up verbergen, das Amazon Anfang dieses Jahres für geschätzt eine Milliarde US-Dollar aufkaufte und vernetzte Türklingeln und Sicherheitskameras anbietet. Nebst diesen drei Marken kommen fünf weitere Einträge seit Anfang Jahr.

Eine Anfrage, welche Pläne Amazon mit diesen Markeneintragungen in der Schweiz hegt, blieb unbeantwortet. 2017 hatte Amazon ebenfalls acht Marken registrieren lassen, 2016 waren es drei, und ein Jahr davor war es gerade mal eine. Manche dieser Dienste sind für Schweizer Kunden zum Teil eingeschränkt nutzbar, beworben werden sie aber hierzulande noch nicht. Das US-Onlinewarenhaus, das zuletzt vermehrt wegen seiner Anstellungsbedingungen in den Logistikzentren in die Kritik geraten ist, wagt sich zudem Schritt für Schritt in die Einkaufsstrassen vor – einerseits mit der Übernahme des Lebensmittelhändlers «Whole Foods» 2017 für knapp 14 Milliarden Dollar, und andererseits mit dem eigenen Filialkonzept «Amazon Go».

Supermärkte ohne Kassen und Bargeld

Die Supermärkte kommen ohne Kassen und ohne Bargeld aus, die Bezahlung des Einkaufs läuft über die App. Eine erste Filiale wurde Ende 2016 in Seattle eröffnet. Vergangenen Donnerstag berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, gestützt auf gut informierte Quellen, dass Amazon bis 2021 bis zu 3000 «Go»-Filialen ohne Kassierer eröffnen will. Bis 2019 sollen 50 Geschäfte in den grössten Städten der USA das Ziel sein.

Ob und wann genau der verschwiegene Konzern, dessen Wert im September erstmals mehr als eine Billion US-Dollar betrug, erste Filialen in Europa eröffnen wird, ist aber weiterhin unklar. Die britische «Sunday Times» berichtete Anfang 2017, dass der Konzern nach Ladenflächen in London Ausschau hält.

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