Andermatt-Investor Samih Sawiris: «Milliarden Franken gehen verloren für einige Hundert Tote weniger»

Der Andermatt-Investor Samih Sawiris hält die Massnahmen des Bundesrates in der Coronakrise für masslos übertrieben. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» äusserte er deshalb harsche Kritik.

PilatusToday
Drucken
Teilen

Um die Schweizer Bevölkerung vor dem Coronavirus zu schützen, hat der Bundesrat wie viele andere Landesregierungen auf der Welt strenge Massnahmen angeordnet. Durch den nationalen Lockdown ging viel Geld verloren: in vielen Wirtschaftsbranchen, aber auch in der Gesundheit.

Der Investor Samih Sawiris vor einem Bild eines Zimmers des Haus Alpenrose in Andermatt.

Der Investor Samih Sawiris vor einem Bild eines Zimmers des Haus Alpenrose in Andermatt.

Bild: Urs Flüeler/Keystone

Der Unternehmer und Investor Samih Sawiris, der vom Urner Kantonsparlament erst kürzlich als Ehrenbürger vorgeschlagen wurde, schätzt diese Folgen schlimmer ein als das Coronavirus selbst. «In der Schweiz gehen Milliarden von Franken verloren, damit es einige Hundert weniger Tote gibt», sagte Sawiris gegenüber der «SonntagsZeitung».

Er sei sich bewusst, dass es politisch unkorrekt sei, solche Zweifel auszudrücken. Trotzdem hält er an seiner Aussage fest: Der Aufwand in der Schweiz, um Menschen unter 60 Jahren vor Covid-19 zu retten, stehe in keinem Verhältnis zum Schaden für die Wirtschaft. «Eher gewinnt man im Lotto, als dass man an Covid-19 stirbt», so der Tourismusunternehmer.

Mehr zum Thema

Samih Sawiris öffnet seine Hotels in Andermatt wieder

Das Tourismus- und Immobilienunternehmen im Kanton Uri hat im letzten Jahr die Verluste weiter reduziert. Auch der Mutterkonzern Orascom steigert die Umsätze. Der Ausblick aufs laufende Jahr ist jedoch stark eingetrübt. Am 8. Mai gibt es dennoch einen Lichtblick.