Gigantisch
Apples Gigantismus: Zentrale wird teurer als das neue World Trade Center

Im Silicon Valley wird geklotzt: Der neue Apple-Gebäudekomplex im kalifornischen Cupertino soll sogar noch teurer werden als das neue World Trade Center in New York.

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Gigantisch: Die geplante Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino
8 Bilder
Die Modellbilder...
...zeigen den Apple-Campus...
...als Modell.
Rund um den Gebäudekomplex ein riesiger Park,...
...eingebettet in die kalifornische Stadt Cupertino.

Gigantisch: Die geplante Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino

zvg: cupertino.org

Die Planer des neuen Apple-Hauptsitzes in Cupertino im kalifornischen Sillicon Valley gingen bislang von Kosten in der Höhe von drei Milliarden Dollar aus. Daraus wird nichts. Wie das Online-Magazin Businessweek.com berichtet, sollen die Kosten des futuristischen Bauwerks für bis zu 13‘000 Apple-Angestellte diesen Betrag weitaus übertreffen. Das Magazin geht von fünf Milliarden Dollar aus und beruft sich auf fünf Quellen, die am Projekt involviert sind, aber anonym bleiben wollen.

Steve Jobs und sein «Raumschiff»

Fünf Milliarden – damit dürfte das Prestigeprojekt sogar noch teurer werden als das One World Center, dem Bau, der zurzeit auf Ground Zero in den Manhattener Himmel hochgezogen wird. Die Baukosten des neuen World Trade Center sollen sich auf «nur» 3,9 Milliarden Dollar beziffern.

Wer sich die Modellbilder des gigantischen Firmenhauptsitzes ansieht, den Steve Jobs bei der Präsentation nur Monate vor seinem Tod mit einem Raumschiff verglich, verwundert die Höhe der Kosten nicht. Beeindruckend auch die Zahlen: Der vierstöckige Ring verschlingt eine Fläche von über 850‘000 Quadratmetern. Zum Vergleich: Das US-Verteidigungsministerium Pentagon steht auf 610‘000 Quadratmetern. Die Krümmung des Gebäudekomplexes macht den Bau besonders aufwändig. „Keine einzige Glasscheibe am Gebäude wird flach sein", sagte Steve Jobs 2011.

Das Gelände, auf dem Apple-Mitarbeiter ab 2016 ein- und ausgehen sollen, soll dann zu einem grossen Teil begrünt sein. Fast alle Zufahrten und Parkplätze werden in den Untergrund verlegt. Ein eigenes Solarkraftwerk sowie die höheren Materialkosten als budgetiert sind die restlichen Preistreiber.

Zukunft ungewiss

Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, droht dem Mega-Projekt wegen der immens höheren Kosten sogar am Widerstand der Aktionäre zu scheitern. (dfu)