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APPS: Der Wetterfrosch für unterwegs

Sie gehören zu den beliebtesten Programmen für Smartphones. Wir zeigen Ihnen, was Wetter-Apps alles können und wo ihre Grenzen sind.
Immer mehr Schweizer setzen auf Wetter-Apps, wie dieses Paar in Luzern am Vierwaldstättersee. (Bild Dominik Wunderli)

Immer mehr Schweizer setzen auf Wetter-Apps, wie dieses Paar in Luzern am Vierwaldstättersee. (Bild Dominik Wunderli)

Andreas Lorenz-Meyer

Ausflug zum Badesee oder doch lieber ins Museum? Wanderung im Gebirge oder eher ein Spaziergang im Tal? Droht ein Sturm oder ein Unwetter? Um besser planen zu können, möchte der Mensch wissen, was das Wetter für ihn bereithält. Ob es heiss wird oder abkühlt. Wetterseiten, die detailliert darüber informieren, gibt es im Netz in Hülle und Fülle. Doch die Vorhersage kann auch via Smartphone abgerufen werden, zum Beispiel unterwegs. Viele Schweizer haben eine Wetter-App auf dem mobilen Gerät installiert. Wir stellen Ihnen einige der meistverbreiteten Apps vor.

Meteo Schweiz

Die App vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, Meteo Schweiz, ist kostenlos und auch in einer für Tablets optimierten Form erhältlich. Angebotene Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Mit der App lassen sich Orte – alle Postleitzahlen der Schweiz – als Favoriten auswählen. So erhält der Nutzer das lokale Wetter und unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windstärke. Dazu gibt es 6-Tage-Prognosen für den Ort oder die ganze Schweiz. Zudem sind Wetteranimationen aufrufbar für Niederschlag, Temperatur, Wolken und Wind.

Die App wurde bislang 3,1 Millionen Mal heruntergeladen. Aktive Nutzer: etwa 300 000 pro Tag. Worauf es bei einer Wetter-App ankommt, erklärt Nina Aemisegger von Meteo Schweiz: «Wichtig sind eine intuitive Bedienung, eine hohe Qualität, also Verfügbarkeit und Prognosegenauigkeit, sowie die Möglichkeit, Push-Mitteilungen für Unwetterwarnungen abonnieren zu können.»

Unwetterwarnungen

Push-Mitteilung bedeutet: Zieht ein heftiger Sturm heran, bekommt der Nutzer eine Warnung auf den Bildschirm, auch wenn die App selbst in dem Moment nicht geöffnet ist. Meteo Schweiz hat eine solche Funktion. Standardmässig werden alle Warnungen ab Warnstufe 3 übermittelt. Voraussetzung: Auf dem Gerät sind Push-Meldungen auch aktiviert. Wer von sich aus nachschauen will, ob sich in der Nähe etwas zusammenbraut, öffnet die Unwetterkarte. Als Bundesamt hat Meteo Schweiz den gesetzlichen Auftrag, die Schweizer Bevölkerung vor nahenden Unwettern zu warnen.

Die in der App abrufbaren Messdaten stammen von den Messstationen des Wetterdienstes. Er betreibt in der Schweiz insgesamt 250 Bodenstatio- nen und 4 Wetterradare. Die Messwerte der Bodenstationen – Temperatur, Wind, Luftdruck und so weiter – werden alle 10 Minuten aktualisiert, der Wetterbericht mindestens 3-mal am Tag, die Ortsprognosen mehrmals täglich. Für die Prognosen stützt sich Meteo Schweiz vor allem auf eigene, hochaufgelöste Prognosemodelle. Wie zuverlässig die Vorhersagen letztlich sind, hängt von der Wetterlage und vor allem von der Art der Information ab, so Aemisegger. Die Temperatur ist der einfachste Wetterparameter und lässt sich in der Regel auf 4 bis 5 Tage relativ genau, bis plus/minus 2 Grad, vorhersagen. Am schwierigsten sind Nebel und Gewitter. Hier wissen die Meteorologen unter Umständen sogar wenige Stunden vorher nicht, ob und wo so ein Ereignis auftritt. Demnächst kommt eine neue Funktion dazu, bei der die Mithilfe der Nutzer gefragt ist. Wenn ein Hagelschauer niedergeht, können Sie Ihre Beobachtung, etwa die Grösse der Körner und den Ort des Wetterereignisses, direkt in die App eingeben. Meteo Schweiz will mit den Daten die Genauigkeit der Hagelpro­gnosen erhöhen.

Landi Wetter

Auch die zur Fenaco gehörende Landi-Gruppe bietet eine kostenlose Wetter-App an. Damit lassen sich favorisierte Orte speichern. Es gibt das aktuelle Wetter und eine 6-Tage-Vorhersage. Der Regenradar mit 24-Stunden-Prognose informiert, wo und wann mit Niederschlägen zu rechnen ist. Zudem gibt es Wetterwarnungen per Push-Meldung. Die Daten stammen von Meteo Schweiz.

Pollenprognosen

Als Alleinstellungsmerkmal der App bezeichnet Alice Chalupny von Fenaco die Polleninformationen. Dazu zählen zum einen aktuelle Pollenwerte und zum anderen die Pollenprognosen, welche für alle Postleitzahlen in der Schweiz abrufbar sind. Kostenlos sind die Informationen über die aktuelle Pollenbelastung (Erle, Gräser, Ampfer). Den regionalen Belastungsgrad markieren farbige Kreise auf der Karte. Grün heisst keine Belastung, Gelb steht für schwach, Orange für mässig, Rot für stark, Lila für sehr stark belastet. Als Zusatzservice dienen die Pollenprognosen. Sie sind für 2 Franken pro Monat oder 7 Franken pro Jahr im Abo zu haben und gelten für den aktuellen Tag und den darauf folgenden. «Hier können personalisierte Pollen­informationen abgerufen werden», sagt Chalupny. Die Download-Zahlen legt die Gruppe nicht offen.

SRF Meteo

Das Schweizer Radio und Fernsehen bietet auch eine kostenlose App an. Die Download-Zahlen liegen aktuell für iOS und Android zusammen bei 575 000. Es gibt die aktuellen Wetterlagen und Lokalprognosen für ausgewählte Orte. Der Niederschlagsradar informiert über die Entwicklung der vergangenen und der kommenden Stunde. So sieht man, wenn ein Schauer im Anmarsch ist. Unwetterwarnungen sind auch im Angebot. Sie landen per Push-Meldung direkt in der App.

SRF Meteo rechnet die Prognosedaten für rund 25 000 einzelne Punkte in der Schweiz. Die Prognosen werden 4-mal täglich aktualisiert. Thomas Bucheli, Redaktionsleiter SRF Meteo, hält die «wohl höchste geografische Auflösung von Punktprognosen in der Schweiz» für eine Stärke der App. Hinzu kämen die flächendeckende Übersichtsdarstellung des Wetters für jeden Vorhersagetermin und die Prognosen im 3-Stunden-Zeitschritt. Bucheli: «So erhält der Nutzer einen deutlich besseren Überblick über den generellen Wetterverlauf als allein mit Wettersymbolen.»

Wetteralarm

So heisst das Angebot von Helvetia, den kantonalen Gebäudeversicherungen und SRF Meteo. Diese App richtet sich an Personen, «die besonders von Unwettern betroffen sein können», heisst es auf der Info-Seite. Gebäudeeigentümer können, wenn ein Sturm aufkommt, Gartenmöbel und Blumentöpfe in Sicherheit bringen. Autofahrer werden nicht von Glatteis überrascht und Alpinisten nicht von plötzlich aufkommendem Nebel. Es gibt drei Warnstufen bei Wetteralarm – Gelb, Orange, Rot. Rot bedeutet Gefahr für Leib und Leben. Die Daten stammen von SRF Meteo. Die offiziellen Warnungen des Bundes für gefährliche Wetterereignisse der Gefahrenstufen 4 und 5 steuert Meteo Schweiz bei. Für diese besteht eine Verbreitungspflicht.

Meteo News

Meteo News ist ein privater Wetterdienst mit Sitz in Zürich. Die iPhone-App (4 Franken) gibt es auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Sie liefert Wetterprognosen und aktuelle Messwerte für nahezu alle Ortschaften in der Schweiz. Hinzu kommen Wassertemperaturen von Seen und Flüssen und Niederschlagsanimationen. Auf den Karten kann man zoomen und eine persönliche Favoritenliste anlegen. Die Version für Windows Phone kostet 3.20 Franken. Sie beinhaltet unter anderem Sturmvorhersagen für die nächsten 12 Stunden und die Sonnenschein- und Niederschlagswahrscheinlichkeit. Eine Gratis-App für Android gibt es auch.

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