Schweizer Armee streitet mit Victorinox wegen Markenrecht in den USA

Der Schwyzer Messerhersteller Victorinox hat in den USA die Bezeichnung «Swiss Military» registriert. Die Armeeausrüsterin Armasuisse ficht dies nun vor Gericht an.

Drucken
Teilen
Blick in die Produktion der Victorinox AG in Schwyz. (Bild: Nadia Schärli (12. Mai 2016)

Blick in die Produktion der Victorinox AG in Schwyz. (Bild: Nadia Schärli (12. Mai 2016)

Der lukrative US-Markt führt zu einem Konflikt zwischen dem Bund und dem traditionsreichen Messerhersteller Victorinox. Die Armeeausrüsterin Armasuisse stört sich daran, dass das Schwyzer Unternehmen in den USA die Bezeichnung «Swiss Military» für sich gesichert hat, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Laut Ansicht der Armasuisse sei «Swiss Military» eine Marke der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Rechtsstreit soll diese Woche vor das Handelsgericht in Bern kommen. Produkte unter der Bezeichnung werden noch nicht verkauft, doch wurde die Registrierung der Marke für andere Unternehmen durch Victorinox gesperrt. Für Armasuisse sei dieses Vorgehen «vertrags- und treuwidrig», wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Auf Anfrage schreibt die Mediensprecherin von Victorinox, es handle sich bei der besagten Sache um ein laufendes Verfahren. «Wir können daher im Vorfeld der Verhandlung leider keine Stellungnahme dazu abgeben.» (ras)

Bund prägt Victorinox-Gedenkmünze

Die Eidgenössische Münzstätte sorgt für eine Überraschung: Zum 100. Todestag von Victorinox-Firmengründer Karl Elsener wird eine Sondermünze herausgegeben.
Josias Clavadetscher