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Auf Stärken statt Schwächen setzen

Arbeitsmarkt Ability Management bedeutet, die Stärken einer Person zu fördern, statt ihre Schwächen zu bearbeiten. Verbreitet ist der Ansatz in der Wirtschaft nicht. Albert E. Frieder, Fachrat des Center for Disability and Integration an der Universität St. Gallen und Geschäftsführer der Stiftung My Handicap: «Der Arbeitsmarkt konzentriert sich zu sehr auf die Unfähigkeiten der Mitarbeiter. Auf das, was sie nicht erreicht haben. Schlau ist es aber, das Erreichte weiterzuentwickeln. Ein Unternehmen stellt den Mitarbeiter doch an, um seine Fähigkeiten zu nutzen.»

Das gelte für Menschen ohne Behinderung wie für Menschen mit Behinderung. Wäre der Ability-Ansatz in der Wirtschaft verbreitet, glaubt Frieder, würde auch die Inklusion im Arbeitsmarkt zum Selbstläufer. Dann könnten sich die üblichen Unterscheidungen – Behinderte hier, Nichtbehinderte dort – sogar auflösen. Menschen mit Handicap seien ja selbst «Vorzeige-Ability-Manager», ergänzt Frieder. «Sie müssen sich wohl oder übel auf ihre Stärken konzentrieren, weil sie gewisse Einschränkungen haben.»

Eine andere Grundhaltung, die zum Erfolg führt

Ability Management ist für Frieder letztlich eine andere Grundhaltung in den Chefetagen, die schnell zu Leistungssteigerungen und zum Erfolg führt. «Jeder Unternehmer, der resultatorientiert wirtschaftet, sollte diese Haltung annehmen, weil er dann relativ rasch bessere Ergebnisse erzielt.» (alm)

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