Pharmaindustrie
Auf- und Abbau bei Novartis: Von der Ciba-Sandoz-Fusion bis zum jüngsten Stellenabbau

2150 Jobs plant Novartis bis 2022 in der Schweiz abzubauen. In diesem Ausmass ist ein solcher Schnitt in den letzten Jahren ein einmaliger Vorgang. Von der Ciba-Sandoz-Fusion zum jüngsten Stellenabbau bei Novartis – einen Überblick finden Sie in der Bildergalerie.

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Fusion Sandoz und Ciba geben 1996 die Fusion zu Novartis bekannt. Alex Krauer (Ciba) wird Präsident, Daniel Vasella (Sandoz) wird Chef. Von den rund 100 000 Stellen sollen 10 000 abgebaut werden, davon rund ein Drittel in der Schweiz.
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Fokus I Zwischen 1997 und 2002 trennt sich Novartis von mehreren Bereichen. Die Ciba Spezialitätenchemie wird 1997 anhand eines Börsengangs verselbstständigt. Im Jahr 2000 folgt die Abspaltung des Agrochemieteils. Dieser wird mit jenem von Astrazeneca fusioniert, woraus Syngenta entsteht. Zwei Jahre später wird die Lebensmittel- und Getränkesparte (u. a. Ovomaltine, Wander) verkauft.
Krisenjahr Novartis reagiert 2007 auf einen schleppenden Geschäftsgang, unter anderem wegen der Konkurrenz durch Generika. Der Pharmakonzern plant, weltweit 2500 Stellen abzubauen, davon 400 in der Region Basel.
Alcon Novartis übernimmt die Augenheilfirma Alcon 2011 vollständig. Die Basler zahlen dafür 51 Milliarden Dollar. Zwei Jahre später geht Daniel Vasella von Bord. Bereits seit 2011 übergab er das Amt des Konzernchefs an Joe Jimenez. Neuer Präsident wird Jörg Reinhardt. Für Empörung sorgt Vasellas Abgangsentschädigung in der Höhe von 72 Millionen Franken. Nach der landesweiten Empörung «verzichtet» Vasella darauf.
Fokus II Novartis konzentriert sich auf Pharma, Augenheilkunde und Generika. Das Geschäft mit Tiergesundheit und Impfstoffen wird verkauft, das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten wird in ein Gemeinschaftsunternehmen mit GlaxoSmithKline ausgelagert. IT, Einkauf, Immobilienmanagement werden in der neuen Einheit Novartis Business Services zusammengefasst.
Abbau I Im Frühling 2017 kündigt Novartis an, 500 Stellen in der Region Basel abzubauen und gleichzeitig 350 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Im Herbst gibt Joe Jimenez seinen Rücktritt bekannt. Nachfolger wird Vas Narasimhan, ein Amerikaner mit indischen Wurzeln. Er fällt den bereits angedachten Entscheid, Alcon abzustossen und an die Börse zu bringen.
Abbau II Novartis gab gestern bekannt, dass in der Schweiz rund 2100 Stellen abgebaut werden. Betroffen sind vor allem die Standorte Basel, Schweizerhalle BL und Stein AG. Einen Monat zuvor kündigte der Konzern an, in Stein zunächst 260 neue Stellen für die Herstellung einer neuen Gentherapie zu schaffen. Im besten Fall könnten später gar 450 Arbeitsplätze entstehen.

Fusion Sandoz und Ciba geben 1996 die Fusion zu Novartis bekannt. Alex Krauer (Ciba) wird Präsident, Daniel Vasella (Sandoz) wird Chef. Von den rund 100 000 Stellen sollen 10 000 abgebaut werden, davon rund ein Drittel in der Schweiz.

Keystone