Im Abgas-Skandal bei Volkswagen ist der Aufwand für die Nachrüstung von Hunderttausenden Fahrzeugen «technisch, handwerklich und finanziell überschaubar». Das sagte VW-Chef Matthias Müller am Montagabend in Wolfsburg vor rund 1000 Führungskräften.
Der Deutschen Presse-Agentur lagen Redeauszüge vor. Auch bei den mittelgrossen 1,6 Liter-Dieselmotoren seien grundlegende Eingriffe am Motor - anders als zunächst angenommen - nicht notwendig.
Neben einem Software-Update seien zwar auch Hardware-Massnahmen erforderlich. Dabei gehe es aber um «relativ einfache Veränderungen» am Luftgitter beziehungsweise an der Luftfilterkassette.
VW hatte mit Hilfe einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. Das deutsch Kraftfahrt-Bundesamt hatte für insgesamt 2,4 Millionen Wagen in Deutschland einen verbindlichen Rückruf angeordnet, der Anfang 2016 beginnen soll.
In der Schweiz sind rund 180'000 Autos betroffen. Es geht um verschiedene Motoren- und Fahrzeugmodelle.