Ausschüttung
Fast 23 Millionen Franken für Zentralschweizer Mobiliar-Kunden

Der Versicherer erhöht die Erfolgsbeteiligung im Vergleich zum Vorjahr markant. Es profitieren Kundinnen und Kunden mit einer Haushalt-, Gebäude- und Betriebsversicherung. Der Schadenaufwand stieg letztes Jahr unter anderem wegen der Pandemie um über 80 Millionen Franken.

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Mobi-Kunden aus der Zentralschweiz erhalten heuer eine höhere Erfolgsbeteiligung.

Mobi-Kunden aus der Zentralschweiz erhalten heuer eine höhere Erfolgsbeteiligung.

Bild: Christian Beutler/Keystone (23. September 2019)

(mim) Jedes Jahr schüttet die Mobiliar den Kundinnen und Kunden einen gewissen Betrag aus. Möglich macht dies die genossenschaftliche Verankerung des Unternehmens, das seine Versicherten am Erfolg teilhaben lässt. Die über 190’000 Zentralschweizer Mobi-Kunden erhalten dieses Jahr insgesamt 22,8 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung heisst:

  • Luzern 9,5 Mio.
  • Schwyz 5,8 Mio.
  • Zug 3,1 Mio.
  • Uri 2,3 Mio.
  • Obwalden und Nidwalden 2,1 Mio.

Damit ist der Betrag im Vergleich zum Vorjahr in allen Zentralschweizer Kantonen markant gestiegen. Damals waren es insgesamt 17,3 Millionen Franken und somit zwei Millionen mehr als 2019. Man habe die Erfolgsbeteiligung dieses Jahr «aufgrund der herausfordernden Situation» erhöht, teilt die Mobiliar mit.

Normalerweise alterniert der Versicherer jeweils mit den Prämienreduktionen zwischen den verschiedenen Versicherungen. Ausnahmsweise kommen jetzt aber Kundinnen und Kunden mit einer Betriebsversicherung zwei Jahre in Folge zu einer Vergünstigung. Heuer profitieren drei Gruppen von Versicherten von der freiwilligen Erfolgsbeteiligung: Kundinnen und Kunden mit einer Haushalt-, Gebäude- und Betriebsversicherung. Wer eine Haushalt- und/oder Gebäudeversicherung hat, erhält während eines Jahres eine Prämienreduktion von 20 Prozent, KMU-Kunden mit einer Betriebsversicherung profitieren von zehn Prozent Reduktion.

Aktuell beschäftigen die Generalagenturen Luzern, Seetal-Rontal, Sursee, Willisau-Entlebuch, Zug, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden sowie Lachen zusammen 321 Mitarbeitende, davon 26 Lernende. Das Prämienvolumen erhöhten die Zentralschweizer Generalagenturen um fünf Prozent auf insgesamt 354,8 Millionen Franken. Nachdem der Schadenaufwand in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken war, ist er nun im Vergleich zum Vorjahr von 147 Millionen Franken auf 230 Millionen Franken stark angestiegen. Die Mobi registrierte in der Region über 70'000 Schäden. Der höhere Schadenaufwand ist vor allem mit der Pandemie zu erklären – in der ganzen Schweiz hat die Mobi mehr als eine halbe Milliarde Franken für Pandemieschäden ausgegeben. Ausserdem gab es Ende Juni noch heftige Unwetterschäden, erklärt Toni Lötscher, Generalagent Luzern bei der Mobiliar.