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Axel Springer kauft in Frankreich für halbe Milliarde Euro zu

Der Verlagskonzern Axel Springer will mehr als eine halbe Milliarde Euro für eine Internetfirma in Frankreich ausgeben. Springer bietet 34 Euro je Aktie für SeLoger.com, den Betreiber von sechs Internet-Portalen für Immobilienanzeigen, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte.

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Springer-Chef Mathias Döpfner

Springer-Chef Mathias Döpfner

Keystone

Seloger.com wird damit mit 566 Mio. Euro bewertet. Das Unternehmen ist nach Angaben von Springer mit den Seiten www.seloger.com und www.immostreet.com die führende Internet-Immobilienbörse in Frankreich. Springer-Chef Mathias Döpfner begründete den Zukauf damit, dass Rubrikanzeigenmärkte immer stärker ins Internet abwanderten.

12,4 Prozent der Seloger-Aktien hat Springer nach eigenen Angaben von den Firmengründern Amal Amar and Denys Chalumeau sowie anderen Grossaktionären bereits für ebenfalls je 34 Euro - insgesamt 70 Mio. Euro - erworben. 76,6 Prozent der Aktien sind im Streubesitz.

Im ersten Halbjahr 2010 hat die vor 18 Jahren gegründete Seloger.com bei einem Umsatz von knapp 40 Mio. Euro mehr als zehn Mio. Euro netto verdient. Zum Jahresende soll der Umsatz bis auf 84 (2009: 73) Mio. Euro steigen, bei einer operativen Umsatzrendite von mehr als 50 Prozent.

Seloger.com wäre der zweite grosse Zukauf von Axel Springer im französischen Internet-Geschäft. Vor drei Jahren hatte der Verlag die Mehrheit am Frauen-Portal auFeminin.com mit einem Firmenwert von mehr als 280 Mio. Euro gekauft.